Herzlich Willkommen

EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenportal.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente 
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen.

 

 

 

Petition gegen Jens Spahn und sein Gesetzentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz

Bildbeschreibung: Pressebild von Jens Spahn

Eine von Jens Spahn geplante Gesetzesänderung ruft nicht nur Empörung aus, sondern führte bereits zu einer Petition mit über 100 tausend Unterschriften. Im Detail geht es um einen Gesetzentwurf zum Termin- Versorgungsgesetz (TSVG).

Worum geht es im Detail:
Beginnt man heute bei einem Psychotherapeuten eine Behandlung, nachdem man einen Therapeut/In gefunden hat (was nicht selten mehrere Monate Wartezeiten mit sich bringt), muss bei der Krankenkasse ein Antrag für die Kostenübernahme gestellt werden. Dieses wird in der Regel von dem Therapeuten gemacht, der neben dem Antrag eine Diagnose anonymisiert mitschickt, damit (meist über den MDK) die Krankenkassen gutachterlich die Notwendigkeit bestätigen lassen können. Ist diese Notwendigkeit beschieden, kann die reguläre Behandlung begonnen werden.

Jens Spahn hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der dieses ändern soll. Patienten sollen dann erst von einem "Experten" begutachtet werden, der die Dringlichkeit der Behandlung im Vorwege bewerten soll. Noch schlimmer: Es wird dem behandelnden Therapeuten eine Instanz vorgeschaltet, die bewertet ob und wie ein Patient behandelt werden soll. Das aber genau dieser Punkt schon problematisch ist, wissen gerade betroffene Personen, die bspw. schon begutachtet wurden, denn nicht selten kann in einem solchem Termin die wahre Dringlichkeit erkannt werden, da sich viele psychologische Aspekte erst im laufe einer Behandlung herauskristallisieren. Zudem, so die Kritiker, würde dieses Vorgehen die schnelle Zuführung von betroffenen Personen, zu einer Behandlung verhindern. So eine Verzögerung, bei den ohnehin schon langen Wartezeiten die laut Bundespsychotherapeutenkammer durchschnittlich fünf Monate dauert, ist kaum hinnehmbar. 

Die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung sieht darin sogar eine Diskriminierung psychisch kranker Menschen. (Quelle. DPtV)

Somit ist es nicht verwunderlich, dass es gegen diesen Gesetzesentwurf bereits eine Petition gibt. Diese Petition hat bereits mit über 100 Tausend Unterschriften die erste Hürde überwunden, die notwendig ist, um vor dem Petitionsausschuss vor dem Bundestag vorgetragen werden zu können.

Die Petition 85563 ist unter folgendem Link zu finden:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.html

Hier können auch die detaillierten Forderungen konkret nachgelesen werden. Mitzeichnen kann solche Petition jeder Bundesbürger. Die Anmeldung erfolgt entweder über eine E-Mail Adresse oder direkt über den Personalausweis, insofern bei diesem die Funktion aktiviert ist. Der genaue Petitionstext kann hier als PDF heruntergeladen werden: https://epetitionen.bundestag.de/epet/petition/pdfdownload?petition=85363

 

Wenn Sie immer auf den neuste Stand sein wollen, dann empfehlen wir ihnen unsere APP EU-Schwerbehinderung mit der Sie ganz leicht Zugang zu unseren neusten Artikeln haben.

 

Kommentare (1)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
This comment was minimized by the moderator on the site

Wie sieht es denn mit der Psychotherapie von Herrn Spahn aus? Wer so eine Gesetzesänderung plant hat doch,
,meiner Meinung nach selbst GROßE psychische Probleme. Wie kommt man sonst auf solch eine menschenverachtende Idee!?

 
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank