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Welche Hilfsmittel übernimmt die Krankenkasse?

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein leerstehender Rollstuhl zu sehen, der vor eier Mauer steht.

Viele Erkrankungen machen den Einsatz von Hilfsmitteln erforderlich. Der Gesamtkatalog von Hilfsmitteln ist dabei sehr komplex und umfasst über 30000 Produkte. Grundsätzlich muss dabei in zwei Kategorien unterschieden werden:

  • Heilmittel (z. B. eine Massage)
  • Hilfsmittel (z. B. ein Rollstuhl)
  • Medikament
  • Pflegehilfsmittel

Das Hilfsmittelverzeichnis kann jeder auf den Online- Seiten des GKV Spitzenverbandes einsehen: https://hilfsmittel.gkv-spitzenverband.de/hmvAnzeigen.action. Hier finden sich auch die Pflegehilfsmittel wieder. Ein ebenso wichtige Seite des GKV ist die Seite auf denen die ständigen Änderungen wider zu finden sind: https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/hilfsmittel/hilfsmittelverzeichnis/neue_produkte_aenderungen/neue_produkte_aenderungen.jsp. Hilfsmittel müssen von der zuständigen Kranken- oder Pflegekasse (je nach dem welches Hilfsmittel benötigt wird) genehmigt werden. Oft reicht das Rezept des behandelnden Arztes aus um ein Hilfsmittel zu erhalten. Andere Hilfsmittel, wie bspw. der Badewannensitz, werden direkt von der Kranken-/Pflegekasse genehmigt. Meistens wird der Bedarf schon beim Pflegeberatungsgespräch festgestellt. Fragen lassen sich meist telefonisch mit der zuständigen Kranken- und/oder Pflegekasse klären. 

Sollten sie ein Hilfsmittel benötigen, ist es hilfreich, wenn der Haus-, Facharzt die Hilfsmittelnummer, die jedes Hilfsmittel besitzt, mit auf die Verordnung oder das Rezept schreibt. Bei Pflegehilfsmitteln, wie bspw. das Pflegebett, ist immer die Pflegekasse zuständig. Pflegemittel sind aber auch Verbrauchsmittel, wie bspw. Bettschutzeinlagen oder Einmalhandschuhe. Pflegehilfsmittel müssen nicht ärztlich verordnet werden. Ob dann ein Bedarf vorliegt und wie dieser Überprüft wird, ist ganz verschieden. Oft reicht, wie bereits erwähnt, die Bedarfsfeststellung durch eine Pflegefachkraft (Beratungsgespräch). Bei einigen Krankenkassen ist zudem ein Antrag zu stellen. Wie das genaue Prozedere ist, hängt also stark von ihrer zusändigen Pflegekasse ab. So reicht einigen Krankenkassen alleine die Bedarfserkennung beim Pflegeberatungsgespräch aus, wohingegen andere Krankenkassen eine riesen Bürokratismus- Mühle in Bewegung setzen.

Wer bezahlt eigentlich was? Grundsätzlich übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Hilfsmittel in der Höhe, wie diese vorher mit dem Vertragspartner vereinbart wurden. Alles was darüber hinausgeht, müssen Versicherte selber tragen. Bei Verbrauchsmaterialien (bspw. Insulinspritzen) zahlen die Verbraucher/In 10%, jedoch maximal 10 Euro pro Packung als Zuzahlung.

Wer zum Beispiel einen E-Rollstuhl nutzt, welcher als Hilfsmittel von der Krankenkasse bewilligt wurde, kann sogar Strom- und Versicherungskosten von der Kasse übernehmen lassen. Hilfsmittel die eine regelmäßige technische Überprüfung verlangen, deren Überprüfungskosten übernimmt ebenfalls die zuständige Kasse. Für Reparaturen und Ersatzbeschaffung sollte sich in der Regel, die Kasse auch an den Kosten beteiligen. Allerdings scheint das in der Praxis nicht immer der Fall zu sein. 

Auch in Pflegeeinrichtungen kommen Hilfsmittel zum Einsatz. Diese "allgemeinen üblichen Hilfsmittel" müssen Pflegeheime gemäß §33 SGB V bereitstellen.

Insofern kein MDK Gutachten erforderlich ist, welches über die Bewilligung entscheiden soll, sind Krankenkassen dazu verpflichten (Patientenrechtegesetz) innerhalb von 3 Wochen eine Bewilligung oder Ablehnung zukommen zu lassen.

 

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HINWEIS: Wir übernehmen keine Verantwortung für Richtigkeit oder Vollständigkeit dieses Artikels, da immer wiederkehrende Änderungen in den Regularien und Gesetzen, diesen Artikel jederzeit inhaltlich überholen kann.

 

 

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