Medien wollen auch leben ...

So wie in der Überschrift dargestellt, erleben wir es immer wieder. Egal ob in der Online-Welt, oder auf anderen medialen Präsentationsflächen. Eigentlich nichts schlimmes. Doch gerade hier können wir schnell auf Hürden stoßen. Gerade Menschen mit Behinderungen in ihren Sinnesorganen erleben dabei immer wieder Dinge, die man eigentlich nicht als besonders behindertenfreundlich bezeichnen darf. Klar kann man nicht erwarten, dass gleich alles in Blindenschrift präsentiert wird. Oder gerade doch, wenn wir an die heute fortschrittlichen Technologien denken? Natürlich gibt es Braille- Tastaturen oder Ausgabeeinheiten für den PC. Aber auch ein Mensch mit starken Seheinschränkungen ist nicht immer vor dem heimischen PC, sondern vielleicht auch einmal unterwegs und möchte da, wie jeder andere Mensch, auch seine Zeitung konsumieren. Geht aber nicht. Natürlich geht das. Viele Zeitungen bieten dafür Audiodateien an. Natürlich nicht kostenlos. Ein Monats Abo ist da oft erforderlich und Hinweise wie "Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich" führen dann oft zu der Erfordernis, genau so ein Abo abschließen zu müssen, während Konsumenten mit gesunden Sehvermögen weiterhin kostenlos konsumieren.  Welch nettes Angebot eines barrierefreien Zugangs solcher Medien.

Unter Integration behinderter Menschen verstehen wir etwas anderes. Ein barrierefreier Zugang ist und sollte eine Verpflichtung der medialen Gesellschaft sein und nicht als Ertragsmodell missbraucht werden. Gerade wo viele Menschen mit Behinderung auch noch finanziell schlechter dastehen, da ihre beruflichen Möglichkeiten eingeschränkt oder ggf. gar nicht mehr vorhanden sind. Um aber gerade solche gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern, dürfen wir uns nicht entspannt hinlegen, so nach dem Motto, "die Anderen machen das schon". Diese gesellschaftliche Herausforderung kann nur aus der Gesellschaft selber kommen, zumal wir nie vergessen dürfen: "Es kann jeden treffen". Gerade das Denken, "ich bin ja nicht betroffen" ist ein Denken, was dringend aus den Köpfen raus muss. 

Wir vergessen zu schnell, dass die meisten Behinderungen nicht von Geburt an bestehen, sondern erst durch Alltagsereignisse (bspw. Unfälle) entstehen. Vielen wird das aber erst bewusst, wenn sie oder Angehörige, plötzlich selbst betroffen sind. Doch genau dann ist es zu spät, weil im Fall der plötzlichen Betroffenheit seiner selbst, fehlt oft die Kraft für dieses Thema zu kämpfen und die Hingabe bestehenden Dingen ist die Folge. Die Gesellschaft muss endlich begreifen, dass gerade der Einsatz gesunder Menschen erforderlich ist, damit behinderte Menschen eine Chance auf Inklusion und Integration erhalten.

In diesen Fragen ist natürlich auch der Staat oder gar die Europäische Union gefragt. Doch leider wird auch hier immer noch zu wenig getan und der Druck der Gesellschaft ist gar nicht erst vorhanden, oder beschränkt sich auf wenige einzelne Kämpfer. Gerade in Deutschland erleben wir gerade, wie "ausruhen" aussieht. Da hält man einen Staat Monate regierungsunfähig, weil man nicht einmal in der Lage ist, eine Regierung nach Wählerwillen aufzubauen. Dabei sollten wir alle nie vergessen: "Nur gemeinsam sind wir stark".

 

 

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