Sommerzeit - Urlaubszeit - Aber aufgepasst

Bildbeschreibung: Bild mit Strand und Meer.

Es ist wieder Urlaubszeit, doch gerade für Menschen mit Behinderung kann es zu Überraschungen kommen. Gebucht ist der Urlaub schnell und die Frage nach Barrierefreiheit auch, so sollte man zumindest annehmen. Die Realität kann aber oft anders aussehen. Am Urlaubsort angekommen, endlich das Hotel erreicht. Doch dann kommt oft das große Erwachen, denn Barrierefreiheit heißt nicht, das alles barrierefrei sein muss. Daher ist es immer ratsam, sich vorab zu informieren. Viele Bewertungsportale bieten hier Hilfe. Für Reiseziele in Deutschland kann das Portal "Reisen für alle" eine gute Hilfestellung sein (Link: https://www.reisen-fuer-alle.de/). Aber auch andere Portale wie "Barrierefreie Urlaubsziele" (Link: https://www.barrierefreie-urlaubswelt.de/). Bei Reisezielen im Ausland muss man schon etwas gründlicher suchen. Wie bei allen Reisezielen gilt aber: Barrierefrei kann spätestens vor dem Hoteleingang enden. Viele EU- Länder sind aber mittlerweile bemüht, in ihren Urlaubsorten, möglichst barrierefreie Wege zu bieten.

Wer einen Euro- Schlüssel besitzt, sollte bedenken, dass noch nicht alle EU- Staaten diesen für den Zugang zu öffentlichen WC- Anlagen, einsetzen. 

Für Menschen mit Behinderung, gibt es je nach Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, die Möglichkeit per Bahn ihr Urlaubsziel kostenlos oder vergünstigt zu erreichen. (Mehr Infos unter diesem Link: https://mobilista.eu/195/bahn-verguenstigungen-im-ausland-mit-deutschen-schwerbehindertenausweis/). 

Gerade für Menschen, die voll erwerbsgemindert sind, kann der Urlaub eine Erholung sein. Raus aus den vier Wänden und endlich Abwechslung. Aber aufgepasst: Wer Leistungen nach dem SGB XII bezieht, ist eingeschränkt, denn spätestens nach 4 Wochen muss die Rückreise nach Deutschland erfolgt sein, sonst geht der Leistungsanspruch verloren, bis wieder deutscher Boden betreten wurde. Somit ist selbst der Urlaub des im EU- Ausland lebenden Verwandten oder Bekannten, nur eingeschränkt möglich. Mal eben 6 Wochen, weil vielleicht das eigene im EU- Ausland lebende Kind so viel Zeit hat, ist also nicht zulässig. Diese eingeschränkte Reisefreiheit, gilt auch für Rentner, die Leistungen nach dem SGB XII erhält.

Wer im Besitz eines Schwerbehindertenausweis ist, sollte bedenken, dass dieser grundsätzlich keine Gültigkeit im Ausland hat. Über die Versorgungsämter können zwar kostenlos Übersetzungen angefordert werden, diese werden in vielen Ländern auch anerkannt, aber es gibt kein grundsätzliches Recht, dass dieser anerkannt werden muss. Einen EU-Behindertenausweis gibt es leider immer noch nicht. Zwar hat 2016 in einigen EU-Ländern eine Pilotierung begonnen, jedoch wird es nicht einfach sein, die verschiedenen Kriterien einzelner Mitgliedsstaaten in ein einheitliches Anforderungsprofil zusammenzufassen.

Bei allen Auslandsreisen sollten reisende benötigte Medikamente mitnehmen. Aber bitte nicht alle in das Handgepäck, denn gerade bei Flugreisen kann es dann zu Problemen kommen. Ein kleines "Reisepaket" für der die Zeit bis zur Hotelankunft überbrückt, ist hier zu empfehlen. Um keine Probleme beim Zoll oder der Flugsicherheit zu bekommen, hilft es immer, wenn man vom behandelnden Arzt ein Dokument bei sich führt, welches die benötigten Medikamente auflistet. Nicht jedes Medikament ist auch im Ausland erhältlich, also ist es ratsam, ausreichenden Vorrat mitzunehmen.

Gerade für chronisch kranke Menschen oder pflegebedürftige, sollte vor der Reise eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung in Erwägung gezogen werden. Der Arztbesuch im Ausland kann nämlich sehr teuer werden. Da Arztbesuche im Ausland meist sofort bezahlt werden müssen, sollte auf dem Bankkonto/Kreditkarte genügend Reserve verfügbar sein, um im Notfall die Arztrechnung bezahlen zu können. Das Geld kann man sich häufig, im Rahmen von den Kassenleistungen, später bei der Krankenkasse wiederholen. Alles was darüber hinaus geht, übernimmt dann die Auslandskrankenversicherung.

 

 

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