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Corona-Bonus nur in der Altenpflege – Kritik kommt von Politikern

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Rusty Watson

Das der Corona-Bonus nur in der Altenpflege gilt, stößt auf massive Kritik. Politiker mehrere Parteien kritisieren dieses. „Die Betroffenen empfinden es zu Recht als ungerecht, dass der Pflegebonus nicht in der Krankenpflege ankommt“, sagte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der “Augsburger Allgemeinen”.

Dabei kritisiert Lauterbach zufolge dem Bericht als Fehler, dass die vom Bundestag im Mai beschlossene gesetzliche Regelung für Prämien auf die Altenpflege beschränkt worden sei.

"Wir brauchen einen Pflegegipfel aus Politik und den Tarifpartnern mit dem Ziel, wie wir die Pflege im Vergleich zu anderen Berufen im Gesundheitssystem überproportional besser vergüten können", sagte Lauterbach. "Bei dieser Gelegenheit müssen wir auch noch mal über den Pflegebonus reden."

Danach erhalten alle Beschäftigten in der Altenpflege für dieses Jahr einen gestaffelten Anspruch auf eine einmalige Prämie von bis zu 1000 Euro erhalten. Die Kosten übernimmt zunächst die Pflegeversicherung. In der zweiten Jahreshälfte soll der Bund dann festlegen, in welchem Umfang es Bundeszuschüsse gibt. Länder und Pflege-Arbeitgeber sollen den Bonus ergänzend zum Beispiel bis auf 1500 Euro aufstocken können. Länder und Arbeitgeber können die Corona-Prämie ergänzend aufstocken. Steuer- und abgabenfrei sind Bonuszahlungen bis zu einer Summe von 1.500 Euro.

Kritik kommt von den Grünen und Linken

Die pflegepolitische Sprecherin der Grünen, Kordula Schulz-Asche, sagte der „Augsburger Allgemeinen“: „Man kann den Menschen nicht erklären, warum die Bundesregierung nur in der Langzeitpflege den sogenannten Pflegebonus zahlen will.“ Der Linke-Politiker Harald Weinberg forderte, das die Prämienlösung auf alle nichtärztlichen Berufe im Gesundheitswesen auszuweiten. „Enttäuschung und Ärger in der Kranken- und Behindertenpflege sind mehr als verständlich.“

Georg Nüßlein, der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende sagte: „Ich würde mich freuen, wenn die Beschäftigten der Krankenhäuser, die durch Covid-19 besonders belastet waren oder sind, von ihren Arbeitgebern auch eine monetäre Anerkennung erhielten“. In der Corona-Krise sei die Situation in den Klinken bislang sehr unterschiedlich. „Den Belastungsgrad können dort die Arbeitgeber am besten beurteilen.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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