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Der VdK fordert einen bundeseinheitlichen Tarifvertrag für die Pflege

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Ben Kerckx

Einen Bundeseinheitlichen Tarifvertrag fordert der Sozialverband VdK, damit der Pflegeberuf mehr an Attraktivität gewinnt. Verena Bentele, die VdK-Präsidentin sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung" heute am Dienstag den 14 Juli 2020: "Als einmalige Anerkennung nehmen die Angestellten den Pflegebonus sicher gerne mit, aber übrig bleibt hinterher das alte Problem: ein jahrzehntelanger Reformstau."

Eine Prämie in Höhe von 1.500 Euro erhalten Beschäftigte in Vollzeit, die hauptsächlich in der pflegerischen Betreuung tätig sind, also etwa Pflegefach- und Pflegehilfskräfte, Alltagsbegleiter/innen sowie Beschäftigte in der hauswirtschaftlichen Versorgung. Eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro erhalten Kräfte, die mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit mit Pflegebedürftigen verbringen, das können in dieser Krise zum Beispiel auch Küchenkräfte, Reinigungskräfte oder beschäftige der Gartenpflege sein. Eine Prämie in Höhe von 500 Euro erhalten alle sonstigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Pflegeeinrichtungen. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Prämie anteilig. Pflege-Auszubildende erhalten eine Prämie von 900 Euro.

Bentele erklärte nötig seien ein höheres Gehalt, bessere und verlässliche Arbeitszeiten und mehr Verantwortung. So ändere der Pflegebonus nichts an der systematischen Benachteiligung der sozialen Berufe.

In der Pflege zu arbeiten kann sich knapp ein Viertel der Jugendliche vorstellen. Dabei werden Verdienst und Laufbahn aber als wenig attraktiv angesehen. Dieses geht aus einer repräsentativen Befragung von Jugendlichen hervor, die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) vorgestellt hat.

Laut der repräsentativen Umfrage des Sinus-Instituts für Markt- und Sozialforschung unter Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren halten rund 80 Prozent das Gehalt in sozialen Berufen für zu gering. Von der Hälfte der Befragten werden die Aufstiegsmöglichkeiten als schlecht eingeschätzt. Nur vier Prozent der Befragten, haben den Pflegeberuf tatsächlich ins Auge gefasst, so überwiegend junge Frauen. (wir berichteten)

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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