EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik

Höhere Löhne, geregelte Arbeitszeiten, mehr Mitsprache: Das soll mehr Pflege-Kraft bringen

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Marek Studzinski

Eine bessere Vergütung, geregelte Arbeitszeiten und mehr Mitsprache für die Pflege – dies sind drei zentrale Forderungen von Teilnehmenden der Aktion „Mehr Pflege-Kraft“. Im Rahmen der Aktion „Mehr Pflege-Kraft“ hatte das Bundesgesundheitsministerium die professionell Pflegenden gefragt: Welche Maßnahmen und Ideen braucht es vor Ort für mehr Pflege-Kraft? Über 6.000 Vorschläge sind eingegangen. Die Beiträge wurden vom Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e. V. ausgewertet. Neben konkreten Vorschlägen für mehr Schlagkraft in der Pflege enthalten sie auch gute Beispiele aus der Praxis. Die Themen und Lösungsansätze werden auf der Website pflegenetzwerk-deutschland.de vorgestellt.



„Die Einreichungen zeigen, dass wir an den richtigen und wichtigen Themen arbeiten. Wir haben aber auch erfahren, dass die bereits geschaffenen Neuerungen und Gesetzesänderungen noch nicht überall in der Praxis angekommen sind“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu den Ergebnissen.

Das Wichtigste im Überblick:

Mehr Wertschätzung durch höhere Entlohnung

Auf die Frage, was Deutschland mehr Pflege-Kraft bringen könne, entfielen die mit Abstand meisten Nennungen auf das Thema Vergütung. Die Befragten sprachen sich insbesondere für eine Anhebung der Löhne für Beschäftigte der Altenpflege und der Hilfskräfte aus und forderten eine gesellschaftliche Aufwertung der Pflege.

Mehr Mitsprache und stärkere Entlastung durch geregelte Arbeitszeiten

Auf der organisatorischen Ebene sprachen sich die Befragten am häufigsten für eine stärkere Begrenzung der Arbeitszeiten aus – etwa durch Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit auf 30 Stunden, eine monatliche Obergrenze für Wochenenddienste oder die Vermeidung der erlaubten aufeinanderfolgenden Arbeitstage auf maximal fünf bis acht.

Die Teilnehmenden fordern außerdem mehr Mitsprache ein – in den Einrichtungen selbst etwa bei der Dienstplangestaltung und bei Fragen der pflegerischen Versorgung. Wichtig ist es den in der Pflege Tätigen aber auch, durch eine Selbstverwaltung mehr in politische Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden.

Der Dialog geht weiter: im Pflegenetzwerk Deutschland

Wie Maßnahmen zur Stärkung der Pflege konkret aussehen können, zeigen die eingereichten Praxisbeispiele von der Dienstplangestaltung bis zur Betrieblichen Gesundheitsförderung. Erste Praxisideen wurden im Pflegenetzwerk Deutschland vorgestellt, weitere werden in den kommenden Monaten folgen.

Das Pflegenetzwerk Deutschland ist eine Initiative des Bundesministeriums für Gesundheit. Es führt den Dialog der Aktion „Mehr Pflege-Kraft" fort, z. B. mit digitalen Praxisdialogen zu aktuellen Themen wie der Ausgestaltung von Besuchsregelungen in Zeiten der Corona-Pandemie. „Die Aufgabe des Pflegenetzwerks ist es, den Austausch zwischen den Netzwerkteilnehmern anzuregen und die in der Pflege Tätigen zu vernetzen. Denn wir wollen, dass viel mehr Pflegende von den guten Lösungen profitieren“, so Bundesgesundheitsminister Spahn.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



Kurznachrichten

Coronavirus

Aktuelle Nachrichten

weitere Nachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank