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Gesundheitsfachberufe: Ausbildung in Hessen ab 1. August 2020 schulgeldfrei

Bildbeschreibung: Ein Studentin die etwas schreibt in einem Notizblock.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Zum 1 August 2020 tritt in Hessen ein Gesetz zur Abschaffung des Schulgeldes in Gesundheitsfachberufen in Kraft. Das Land fördert demnach entsprechende Schulen künftig jährlich mit bis zu fünf Millionen Euro, damit die Auszubildenden kein Schuldgeld mehr zahlen müssen. Mit der neuen Regelung wurde eine wichtige Forderung des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen im Kampf gegen den akuten Fachkräftemangel in diesen Berufsfeldern erfüllt. "Der Wegfall der hohen Ausbildungskosten, die bisher viele Schulabgänger auf der Suche nach einer Lehrstelle abgeschreckt haben, ist eine sinnvolle und wirksame Maßnahme, um diese Berufe für junge Leute wieder attraktiv zu machen", sagt der VdK-Landesvorsitzende Paul Weimann.

Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Diätassistenten und Podologen bilden eine tragende Säule des Gesundheitswesens: Die Behandlung dort ist nicht nur als Anschlussheilbehandlung unverzichtbar, sondern kann Patientinnen und Patienten vor Erwerbsunfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit bewahren. "Dies ist vor allem in Hinblick auf die Lebensqualität und gleichberechtigte Teilhabe von älteren Menschen sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen von enormer Bedeutung", betont Paul Weimann.

Die Übernahme der Ausbildungsgebühren sei allerdings nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, so der VdK-Landesvorsitzende. Der Verband bedauert, dass der Schulgelderlass nicht auch rückwirkend für das Ausbildungsjahr 2019/20 greift. Die kostenfreie Ausbildung allein reicht jedoch nicht aus, um die gravierende Versorgungslücke im Therapiebereich zu schließen. Darüber hinaus sind aus Sicht des VdK eine angemessene Entlohnung sowie Zuschüsse zu den Kosten für die vorgeschriebenen Fortbildungen in den Gesundheitsfachberufen zwingend erforderlich.

Aktuell steigt einer Umfrage der Hochschule Fresenius zufolge jeder vierte Physio- und Ergotherapeut wegen schlechter Arbeitsbedingungen aus dem Beruf aus. „Als Sozialverband sehen wir die fatalen Folgen dieser Entwicklung für die Patienten“, warnt Paul Weimann. "Immer mehr Menschen brauchen therapeutische Hilfe, um nach Krankheit oder Unfall wieder eigenständig zu werden oder gesundheitlichen Einschränkungen vorzubeugen. Es ist nicht akzeptabel, dass sie kaum Chancen auf einen zeitnahen Behandlungstermin haben."

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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