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VdK: Licht und Schatten im neuen Teilhabebericht

Bildbeschreibung: Eine Frau in einem Rollstuhl.
Foto: © Zachary Kyra-Derksen

Als „traurige Kapitel“ bezeichnet der Sozialverband VdK NRW weite Bereiche des vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS NRW) neu veröffentlichten Teilhabeberichts. (wir berichteten) Demnach leben in unserem Bundesland inzwischen 3,7 Millionen Menschen mit Beeinträchtigungen – gegenüber den Zahlen von 2015 bedeutet dies einen Zuwachs von mehr als einer viertel Millionen Menschen.

„Wir erkennen keine gravierenden Verbesserungen. Das Handeln der Landesregierung reicht nicht aus, um die Inklusion in allen Lebensbereichen zu ermöglichen“, sagt Horst Vöge, Vorsitzender des Sozialverbands VdK NRW. Ein wichtiger Schritt zur uneingeschränkten Teilhabe müsse die Barrierefreiheit sein. „Damit meinen wir nicht nur den ÖPNV, sondern auch die gesundheitliche Versorgung. Es kann doch nicht sein, dass laut dem Teilhabebericht kein flächendeckender barrierefreier Zugang zur ambulanten Gesundheitsversorgung gegeben ist. Das gilt auch für die Krankenhausversorgung. Demnach wirken sich Zeitmangel, eine unzureichende Qualifikation des Personals und die fehlende Praxis im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen negativ auf ihre Behandlung aus“, betont Horst Vöge.

Weiterhin fordert der VdK auch ein Nachsteuern bei der Wohnungssituation für Menschen mit Behinderung. „Es fehlen zum Beispiel Mietwohnungen für Rollstuhlfahrer*innen. Bis auf bloße Lippenbekenntnisse ist für die 350.000 Betroffenen in NRW aber noch nicht viel passiert“, sagt Horst Vöge.

Als positives Signal wertet Vöge die Gesprächsbereitschaft des MAGS NRW mit Verbänden wie dem VdK: „Unsere Fachkompetenz muss allerdings zielführend und schnell umgesetzt werden. Gesprächsbereitschaft allein reicht nicht aus. Andernfalls werden Millionen behinderte Menschen weiterhin ausgegrenzt.“

Autor: VdK NRW / © EU-Schwerbehinderung



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