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Barrierefreiheit bei Informationen - Kabinettsausschuss „Bayern barrierefrei“

Bildbeschreibung: Zwei Hände mit Gebärden-Zeichen
Foto: © Jo Hilton

Das Deutschland in der Publikation barrierefreier Informationen nicht an erster Stelle steht, wurde gerade in der Corona-Krise besonders deutlich. Die Bundesregierung war dabei ein besonders schlechtes Beispiel, wie in Krisensituationen Informationen an Menschen mit Behinderungen transportiert werden sollen. Es gab weder einen Gebärdensprachdolmetscher*In oder gar Informationen in leichter Sprache. Andere EU-Staaten waren da der Bundesregierung viele Schritte voraus und in Deutschland entstand das Bild, der Diskriminierung seitens der Bundesregierung, von Menschen mit Behinderungen. Das hatte damals zur einer starken Kritik seitens Corinna Rüffer ( wir berichteten ) im Plenum des Deutschen Bundestags geführt. Daraufhin hat die Bundesregierung bereits an vielen Stellen nachgearbeitet und bietet viele Informationen in leichter Sprache an, oder in den Video-Podcast, werden Gebärdensprachdolmetscher*In eingesetzt. Auf Länderebene gab es bei der Übermittlung von krisenbedingten Informationen, sehr unterschiedliche Qualitäten. Während in einigen Bundesländern, Gebärdensprachdolmetscher und Angebote in leichter Sprache zum Standard gehören, sind andere Bundesländer nicht so gut aufgestellt. Bayern ist eines der Bundesländer, die das ändern wollen. Sozialministerin Trautner will verstärkt Einsatz von Gebärdensprache und leicht verständlicher Sprache voranbringen: „Informationen der Bayerischen Staatsregierung müssen allen Menschen zugänglich sein“, teilte das Bayerische Staatsministerium mit.

Die Corona-Pandemie hat zu weitreichenden Änderungen in der barrierefreien Kommunikation der Bayerischen Staatsregierung geführt. Die Angebote in Gebärdensprache haben ebenso wie die Übersetzungen in besonders leicht verständliche Sprache stark zugenommen. Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner hat bei der Sitzung des Kabinettsauschusses „Bayern barrierefrei“ betont, dass sich diese sehr positive Entwicklung nicht auf die Krisenzeit beschränken darf.

„Informationen der Bayerischen Staatsregierung müssen allen Menschen in Bayern zugänglich sein. Wir sind bei den Angeboten in Gebärdensprache und besonders leicht verständlicher Sprache ein gutes Stück vorangekommen. Diesen Weg müssen wir aber konsequent weitergehen, denn Optimierungsbedarf gibt es immer“, so Trautner. Die Ministerin leitet den Kabinettsausschuss, der sich dieses Mal schwerpunktmäßig mit dem Thema barrierefreie Kommunikation befasst hat.

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Das Thema „leicht verständliche Sprache“ erhält zusätzlichen Schub durch das novellierte Bayerische Behindertengleichstellungsgesetz (BayBGG), das zum 1. August 2020 in Kraft tritt. Mit der Neufassung werden öffentliche Träger verpflichtet, zunehmend Informationen in besonders leicht verständlicher Sprache bereitzustellen. Ab dem Jahr 2023 sollen insbesondere Bescheide bei Bedarf entsprechend übersetzt und verständlich erläutert werden.

Der regelmäßig tagende Kabinettsausschuss „Bayern barrierefrei“ steht unter dem Motto „12 Ministerien, 1 Ziel: barrierefrei zum Miteinander!“. Gemeinsam arbeiten darin alle Ministerien für ein barrierefreies Bayern. Ausführliche Informationen zum Thema Barrierefreiheit und zum Programm „Bayern barrierefrei“ bietet das Web-Portal www.barrrierefrei.bayern.de

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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