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Partner in Not, Patient in Not

Eine neue Studie veranschaulicht: Das Patienten, die von einem traurigen oder von einem erschöpften Ehepartner gepflegt wurden, verursachen Versorgungskosten die höher als jene Patienten, die von glücklichen und Gesundheitlich fitteren Ehepartner betreut wurden.

Dazu kommt noch das diese Menschen öfter in der Notaufnahme behandelt wurden.

Wenn Ältere Menschen ihren Lebenspartner in die Notaufnahme bringen, ist es oftmals für Ärzte und Pfleger nicht eindeutig, wer denn nun eigentlich dringender Hilfe benötigt. Oftmals leiden Angehörige, die einen bettlägerigen oder einen dementen Partner versorgen, selbst an Beschwerden. Denn Sie sind Übermüdet, Überfordert und Überarbeitet.

Dieses ist ein weltweites regelmäßiges Phänomen das im Alltag von Notaufnahmen auftritt und wissenschaftlich aber noch wenig untersucht wurde. Deshalb hat ein Team in einer aktuellen Studio sich diesen angenommen. Die Gesundheitsforscherin Claire Ankuda von der University of Michigan, veröffentlicht im Journal of the American Geriatrics Society, das es wichtig ist für Ärzte in der Notaufnahme, die Angehörigen pflegebedürftiger Menschen, als potenzielle Patienten in den Focus zu nehmen. Es wurden mehr als 3000 Personen untersucht, über der Altersgrenze von 65 Jahren, die ihre Partner beim Anziehen, bei der Körperpflege und der Kulinarische Versorgung unterstützten.

Dabei flossen in die Analyse Daten, wie die anfallenden Krankenhauskosten und die Zahl der Besuche in einer Notaufnahme. Daneben Überprüften die Wissenschaftler das Wohlbefinden der pflegenden Ehepartner. Gesammelt wurden Daten zu Schlafstörungen, der Emotionale Gemütszustand und der gesundheitliche Gesamtzustand.

Das Ergebnis war, das Patienten, die von einem traurigen oder erschöpften Ehepartner gepflegt werden, höhere Versorgungskosten verursachen als jene Patienten, die von glücklichen und Gesundheitlich fitteren Ehepartner betreut wurden. Es wurde festgestellt das sich Patienten mit angeschlagenen Partnern in einem Zeitfenster von sechs Monaten etwa 23 Prozent häufiger in ein einer Notaufnahme vorstellen. Dazu kommt noch das die Behandlungskosten von Patienten, die von erschöpften Angehörigen gepflegt wurden, um knapp 2000 US-Dollar höher waren. Unsere Daten legen nahe, dass wir Angehörige in Not besser identifizieren und unterstützen müssen", sagt Deborah Levine, Mitautorin der Studie.

Im Endeffekt ergibt sich die Frage, wie man mit pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen in Zukunft umgehen will. Denn schon heute sind in Deutschland um die 2,5 Millionen Menschen auf die Pflege angewiesen. Die Hälfte schätzt man wird von Angehörigen zu Hause versorgt und oftmals ist der Partner ebenfalls angeschlagen.

Die Autoren der Studie fordern: "Der Partner ist ebenso ein verletzlicher Teil der Gesellschaft. So ist bekannt, dass die tägliche Pflegearbeit, ohne eine Anleitung, Bezahlung und Wertschätzung, die Gesundheit des Pflegenden bis hin zum Burnout stark beeinträchtigen könne. Auch den umkehrten Effekt gibt es: Ein schlechter Gesundheitszustand des Pflegenden könnte die Situation des Patienten verschlimmern. Deswegen müsse die Notfallmedizin angeschlagene Angehörige in Zukunft viel stärker in den Blick nehmen. Die häufigen Besuche in der Notaufnahme und erhöhte Behandlungskosten könnten zudem ein versteckter Hinweis auf Angehörige in Not sein."

 

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/

 

 

 

 

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