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In Zukunft nur noch mit uns: Gesundheitspolitik geht nicht ohne Beteiligung der Pflegenden

Bildbeschreibung: Eine Hand hält die andere fest.
Foto: © C. Fred Alford

Zu Beginn des von der WHO ausgerufenen internationalen Jahrs der Pflegefachpersonen und Hebammen trafen sich in Essen engagierte Verbandsvertreterinnen und -vertreter zu einem Neujahrsfrühstück. Einhelliger Tenor: Wir sind viele. Wir sind 24 Stunden an 365 Tagen im Einsatz für Menschen mit Pflegebedarf. Wir sichern die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Wir fordern eine Beteiligung an allen gesundheitspolitischen Entscheidungen. Dafür müssen wir als Berufsgruppe im Jahr 2020 lauter werden.

In der Regionalvertretung des DBfK Nordwest in Essen kamen rund 50 haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende des Pflegefachverbandes zusammen, um sich über Strategien und Aktionen für das laufende Jahr auszutauschen. Den Schwung, der durch internationale, vom DBfK unterstützte Kampagnen wie Nursing Now und die Nightingale Challenge aus dem Ausland hereinkommt, will der DBfK Nordwest nutzen.

„Das Jahr der Pflegenden bietet die Chance für alle Entscheidungsträger im deutschen Gesundheitswesen, endlich die Versäumnisse der Vergangenheit in Bezug auf den Pflegeberuf zu korrigieren“, sagt Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. „Signifikante Verbesserungen bei den Arbeitsbedingen sind kein Wunschdenken, sie sind vielmehr das Mindestmaß an notwendigen Veränderungen, um den Pflegeberuf wieder attraktiv zu machen. Unterbleiben diese Verbesserungen, wird es 2020 und in den Folgejahren zu einer immer größeren Lücke zwischen benötigten und vorhandenen Pflegefachpersonen in Deutschland kommen. Dies wird sich an geschlossenen Stationen, Wohnbereichen, Abteilungen und ganzen Einrichtungen in der stationären Akut- und Langzeitpflege sowie der Anzahl abgelehnter Menschen mit Pflegebedarf durch ambulante Dienste zeigen“, so Dichter weiter. Die Forderungen des DBfK im Einzelnen:

  • Eine verantwortungs- und leistungsgereichte Vergütung mit einem Bruttogrundgehalt für vollzeitbeschäftigte Pflegepersonen von mindestens 4.000 € im Monat,
  • Die Substitution von heilkundlichen Aufgaben, die sowieso jeden Tag von Pflegefachpersonen durchgeführt werden,
  • Die Selbstverwaltung des Pflegeberufs durch Pflegeberufekammern in allen Bundesländern und im Bund.

Neben intensiven politischen Aktivitäten unterstützt der DBfK Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen durch Informationen und kostenlose Bildungsangebote im Jahr der Pflegenden. „Das Jahr der Pflegenden muss für alle beruflich Pflegenden sicht- und spürbar werden. Hier steht der DBfK – vor allem aber auch Arbeitgeber und Politiker in der Verantwortung. Wir erwarten seitens der Entscheidungsträger deutliche Zeichen der Wertschätzung, die den gesellschaftlichen Wert pflegerischen Handelns zum Ausdruck bringen. Zusätzlich sollten Arbeitgeber Pflegefachpersonen verstärkt Bildungsangebote unterbreiten“, fordert Dichter. Hierbei unterstützt der DBfK Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen aktiv durch kostenlose Informations- und Bildungsangebote.

Autor: DBfK / © EU-Schwerbehinderung



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