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Coronavirus – Fachkräftemangel in der Pflege, jetzt sollen Pflegekräfte rekrutiert werden

Bildbeschreibung: Eine Ärztin mit Mundmaske.
Foto: © Ani Kolleshi

Die Corona-Krise verschärft die Situation in der Pflege, der Fachkräftemangel macht sich immer mehr bemerkbar. Viele Berufsaussteiger wollen in der Pflege arbeiten, doch Sie können nicht. Denn es fehlt an einer staatlichen Koordinierung.

So liegt das Problem offenbar an den Behörden der Bundesländer und Kommunen. So berichtete "die Welt am Sonntag", darüber das die Deutsche Krankenhausgesellschaft berichtet das in den letzten Wochen viele Anfragen von Helfer kamen. Jedoch habe man selber keinen Überblick darüber, welches Krankenhaus Personal suche, darum musste man die Menschen an die entsprechenden Bundesländer und Städte verweisen. Auch konnte man ihnen keine Zentralen Anlaufstellen nennen. Denn diese gebe es nicht.

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Wegen der Corona-Krise wollte eine Aussteigerin aus der Pflege helfen. So §berichtet die Welt am Sonntag." Hat eine ehemalige Pflegerin bei drei Hamburger Kliniken angerufen, ob Sie Hilfe brauchen? Jedoch hatte man Sie gebeten, Bewerbungsunterlagen einzureichen und man werde auf den normalen Dienstweg dieses prüfen und sich in ein paar Wochen melden.

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Psyma von 2018 zeigt welchen Umfang dieses hat. So gab es bundesweit mindestens 120.000 Pfleger, die ausgestiegen sind aus der Pflege wegen den schlechten Arbeitsbedingungen, jedoch könnten Sie sich eine Rückkehr in den Beruf vorstellen.

So weist das Bundesgesundheitsministerium hin das Bundeskanzleramt und Bundesländer sich letzte Woche Dienstag auf die Umsetzung ein Konzept für die Infrastruktur Krankenhäuser geeinigt haben. Darin heißt es das Kliniken sich auf den Aufbau von zusätzlichen Kapazitäten für die Intensivmedizinische Behandlung konzentrieren sollen, um diese dabei zu entlasten, soll an anderen Krankenhäusern gegeben falls provisorische weitere Standorte zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten aufgebaut werden. Hierbei soll bei Bedarf das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk oder andere Dienste helfen.

Auch soll die Zahl schnell erhöht werden, um die Intensivpflegeplätze in den Kliniken zu verdoppeln und dafür sollen Ärzte und Pflegekräfte aus dem Ruhestand oder anderen Bereichen reaktiviert werden.

Auch die Pflegekammer Niedersachsen hat eine Meldestelle für freiwillige Helfer/innen errichtet, um den Kollaps im Gesundheitssystem entgegenzuwirken.

„Das Gesundheitssystem wird in den nächsten Wochen und Monaten möglicherweise an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit kommen. Dann wird jede Hilfe gebraucht. Deshalb wollen wir schon jetzt ein Verzeichnis von Personen aufstellen, die in der Pflege aushelfen oder wichtige Hilfstätigkeiten übernehmen können“, sagt Kammerpräsidentin Nadya Klarmann. Die Pflegekammer weist ausdrücklich darauf hin, dass die Daten nicht für eine Registrierung als Pflegefachperson nach dem Pflegekammergesetz genutzt und auch nicht mit den vorliegenden Daten abgeglichen werden.

Das Land Niedersachsen geht davon aus, dass die Anzahl der coronabedingten schweren Krankheitsverläufe in den nächsten Wochen dramatisch ansteigen wird. Das Angebot an Zeitarbeitskräften ist so gut wie ausgeschöpft. Viele Pflegende sind aufgrund der Arbeitsbedingungen in den vergangenen Dekaden aus dem Beruf ausgestiegen. Laut der PflegeComeBack-Studie aus dem Jahr 2018 liegt die Zahl der potenziellen Rückkehrer bei 120.000 bis 200.000 ausgebildeten Pflegekräften. „Diese stille Reserve könnte dazu beitragen, die Versorgung zu sichern und Leben zu retten“, sagt Klarmann. Schon jetzt melden sich täglich ehemalige Pflegende in der Geschäftsstelle der Pflegekammer, um Ihre Hilfe und Unterstützung anzubieten, sollte die Krise trotz aller eindämmenden Maßnahmen nicht zu stoppen sein.

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml ruft Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind, zur Unterstützung im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie auf.

Huml betonte am Montag in München: "Derzeit ist nicht sicher absehbar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Es ist wichtig, dass wir im Gesundheitswesen auf große Herausforderungen vorbereitet sind. Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung.“

Für den Fall eines Einsatzes bleibt der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. Wer unterstützt, wird unter Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit (auf der Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen gesetzlichen Regelung) freigestellt. Der Einsatz wird ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern.

Die Ministerin dankte zugleich erneut allen Pflegekräften für ihre engagierte Arbeit. Sie unterstrich: "Unsere Pflegekräfte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus wie die Ärzte an vorderster Front. Für ihren hervorragenden Einsatz bin ich sehr dankbar."

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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