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Mehr als 190 Sonderimpfaktionen - 'Impfen to go' ist in vollem Gange

Bildbeschreibung: Jemand der eine Spritze bekommt.
Foto: © Macau Photo Agency

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger in Bayern aufgerufen, bei den vielen Sonderimpfaktionen in allen Regionen des Freistaats mitzumachen. Holetschek betonte am Freitag anlässlich des Besuchs einer Impfaktion des Sportvereins Mirskofen im Landkreis Landshut: "Das 'Impfen to go' ist in vollem Gange. Es gibt viele kreative Ideen der Kommunen, Impfzentren und Partner vor Ort für unkompliziertes ‘Impfen ohne Termin‘ – von Impfaktionen in Sportvereinen wie hier in Mirskofen bis hin zu Stadtteil- und Marktplatzimpfungen. Ich appelliere an die Menschen, die noch unentschlossen sind: Nehmen Sie die Impfangebote wahr! Helfen Sie mit, aus dieser Pandemie herauszukommen!“

Der Minister ergänzte: „Ich halte es für falsch und in höchstem Maße egoistisch, bei Impfungen den Trittbrettfahrer zu spielen und darauf zu hoffen, dass sich schon alle anderen impfen lassen werden. Wenn alle abwarten würden – und mir ist im Übrigen nicht klar, was sich so manch einer davon erhofft –, dann können wir lange auf das Ende der Pandemie warten. Jeder, der sich impfen lassen kann, sollte das tun. Denn auch wenn Testen ein wichtiger Baustein ist, um Infektionen zu entdecken und Infektionsketten zu unterbrechen: Damit allein werden wir diese Pandemie nicht beenden. Mit Abwarten ziehen wir die Pandemie in die Länge, und das schadet den Menschen im Freistaat. Das Fischen im Trüben nach Wählerstimmen besorgt mich, weil leichtfertig im Wahlkampfmodus ausgesprochene Behauptungen die Verunsicherung der Menschen befeuern und der Pandemiebekämpfung einen Bärendienst erweisen."

Der Minister ergänzte: "Wir sind zwar auf einem guten Weg: Schon knapp 60 Prozent der bayerischen Bevölkerung haben eine Impfung erhalten, fast jeder Zweite hat den vollständigen Impfschutz. Das sind wichtige Meilensteine sieben Monate nach Beginn der Corona-Impfungen. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel! Impfaktionen wie in Mirskofen tragen dazu bei, noch mehr Menschen zu erreichen. Das ist dringend notwendig, denn klar ist: Es kommt auf jede und jeden an. Vor allem die impffähigen, aber bislang ungeimpften Menschen spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, wie sich die Corona-Pandemie im Herbst entwickelt. Jetzt gilt es, sich impfen zu lassen und so gesamtgesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen.“

Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer (MdL), ergänzte: „Wenn die Infektionszahlen wieder steigen, wird es auch wieder zu schweren Verläufen und mehr COVID-19-Patienten auf den Intensivstationen kommen. Wir haben in der dritten Welle gesehen, dass die Jüngeren sehr lange auf den Intensivstationen liegen. Noch immer gibt es kein wirksames Medikament gegen schwere Verläufe. Das belastet das Gesundheitssystem unnötig und verstärkt die Leiden der Patienten, denn die Impfungen schützen in hohem Maße vor schweren Verläufen und vor Long-Covid, die beide durchaus auch Jüngere treffen können. Wir müssen zudem verhindern, dass erneut Operationen verschoben werden – darunter haben viele Patientinnen und Patienten in Bayern gelitten. Und ich bin davon überzeugt, dass wir auch den Ärzten und Pflegern eine Rückkehr zur Normalität schuldig sind: Sie haben eineinhalb Jahre lang Höchstleistungen erbracht und waren extremen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Die gute Nachricht ist: Impfungen können das zumindest deutlich abmildern. Impfen ist unser Weg aus der Pandemie.“

Holetschek fügte hinzu: „Wir müssen jetzt ordentlich Gas geben, um für den Herbst so gut wie möglich geschützt zu sein. Mit Partnern wie etwa den Sportvereinen sind wir auf einem guten Weg. Hier in Mirskofen bei Landshut, wo der Sportverein seinen fast 1.000 Mitgliedern und deren Angehörigen zusammen mit dem Impfzentrum vor Ort diesen Impftag angeboten hat, kann man sehen: Es sind die niedrigschwellige Angebote, die jetzt erforderlich sind, um viele Menschen zu erreichen. Ich danke den Initiatoren der vielen Sonderimpfaktionen ganz herzlich für ihr Engagement und ihre Unterstützung. Sie bringen die Impfungen zu den Menschen und in ihren Alltag. Es ist ausreichend Impfstoff da – nutzen Sie die Chancen!"

Einen Überblick über die Sonderimpfaktionen in Bayern gibt es im Internetangebot des Bayerischen Gesundheitsministeriums unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/impfung/#Impfen_Aktionen. Darin sind landesweit schon jetzt bis weit in den September hinein mehr als 190 Sonderimpfaktionen registriert. Die Liste wird laufend aktualisiert. Die Initiativen reichen von Impfaktionen am Feierabend, in Einkaufszentren bis hin zu Elternimpftagen oder Impfungen bei Gasthäusern. Grundsätzlich kann sich jedes Unternehmen und jede Einrichtung für eine Kooperation an das regionale Impfzentrum wenden.

Der Minister fügte hinzu: "Wer noch zögert, weil er Angst vor Impfreaktionen hat: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Sorgen und lassen Sie sich ausführlich beraten. Hören Sie nicht auf Schauergeschichten von medizinisch Unkundigen, sondern reden Sie mit echten Fachleuten – Ihrem Arzt. Ich bitte auch die Menschen, die sich bereits gegen das Coronavirus haben impfen lassen: Werden Sie selbst Impfbotschafter! Sprechen Sie mit Zweiflern und überzeugen Sie durch Ihr Beispiel! Wir sprechen viel zu oft nur über diejenigen, die wir noch überzeugen wollen, und zu wenig über die über 7,7 Millionen Menschen in Bayern, die sich bereits für eine Impfung entschieden haben und Verantwortung für uns alle übernehmen. Denn klar ist: Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie und zurück zu einem Leben mit mehr Normalität. Jeder, der das in Frage stellt, ist erschreckend uninformiert. Wir stellen jetzt die Weichen für den Herbst."

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung

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