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Kinderarmut mit gezielten Maßnahmen bekämpfen

Bildbeschreibung: Zwei Mädchen die auf der Straße sitzen.
Foto: © Pezibear

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind von Armut betroffen. Dabei steht Niedersachsen besonders schlecht da: Fast ein Viertel aller Menschen unter 18 Jahren gilt hier als arm. Insbesondere die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal verschärft. Anlässlich des internationalen Tags zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen dringend politische Maßnahmen, damit nicht immer mehr Kinder und Jugendliche in Armut aufwachsen, sondern faire Chancen auf Bildung und Teilhabe erhalten.

Mehr als 23 Prozent der niedersächsischen Kinder und Jugendlichen sind arm. Damit hat das Land neben Nordrhein-Westfalen die höchste Armutsquote in einem westdeutschen Flächenland. Die Folgen: Materielle Sorgen und Benachteiligung insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Bildung. „Die Jüngsten in unserer Gesellschaft werden alleine gelassen und abgehängt. Dass das in einem reichen Land wie Deutschland möglich ist, ist beschämend“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Obwohl das Problem schon lange bekannt ist, hat die Politik bisher noch keine wirksamen Maßnahmen ergriffen.

„Es gibt zwar Instrumente wie das Kindergeld oder auch steuerliche Vorteile für Familien mit Kindern. Im Schnitt profitieren davon aber diejenigen mit hohem Einkommen stärker“, so Sackarendt weiter. Zur Beseitigung von Kinderarmut brauche es daher ein Bündel an gezielten Maßnahmen. Deshalb fordert Niedersachsens größter Sozialverband die Einführung einer Kindergrundsicherung, eine verlässliche und flexible Kinderbetreuung sowie die Bündelung von Familien- und Kinderleistungen an einer zentralen Stelle.

Auch die Anhebung des Mindestlohns auf mindestens 13 Euro sei dringend nötig. „Kinderarmut resultiert immer aus Familienarmut. Deswegen muss die Politik dafür sorgen, dass Eltern gerecht bezahlt werden und trotz Arbeit nicht von Armut bedroht sind“, fordert der niedersächsische SoVD-Chef.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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