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Welt-Malaria-Tag 2021: Bis heute kaum Fortschritte bei Bekämpfung

Bildbeschreibung: Ein Mosquito der auf Haut eines Menschen sitzt.
Foto: © Mohamed Nuzrath

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als 400 000 Menschen an Malaria. Laut des Malaria Berichts der WHO von 2020 ,waren es im Jahr 2019, ca. 229 Millionen Malariafälle weltweit. Dabei sind Schätzungsweise zwei Drittel der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren. Die Infektionskrankheit wird hervorgerufen von einzelligen Parasiten der Gattung Plasmodium und wird durch die Stechmücke Anopheles übertragen.

Die Symptome sind unter anderem hohes Fieber, Kopfschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost, Gliederschmerzen. Es können aber andere Symptome auftreten wie Durchfall, Erbrechen, Ohnmacht und dieses macht es schwierig, diese Krankheit anhand von Symptomen allein zu erkennen. Einen Impfstoff gibt es leider noch nicht gegen Malaria, wobei seit Jahren daran geforscht wird. Nun soll es jedoch Hoffnung geben, denn Forscher haben einen Erfolg bei einem Impfstoffkandidat gemeldet.

So hat in einer klinischen Studie vom Jenner-Institut der Universität Oxford ein entwickelter Impfstoff gegen Malaria bei Kleinkindern eine Wirksamkeit von 77 Prozent erzielt, teilten die Wissenschaftler diesen Freitag mit. Für die Studie von 2019 wurden insgesamt 450 Kleinkinder in Burkina Faso mit dem Impfstoff geimpft, sowie dabei ein Jahr lang beobachtet. Zudem hatte die WHO zum Welt-Malaria-Tag eine Initiative angekündigt, mit dem Ziel, das 25 Länder bis zum Jahr 2025 malariafrei werden sollen. Darunter zählen etwa Honduras, Guatemala, Nordkorea und Thailand.

Zum internationalen Malaria-Tag erklärt Ottmar von Holtz, Berichterstatter für globale Gesundheit von den Grünen:

„Der Kampf gegen Malaria ist noch lange nicht gewonnen und muss wieder intensiver geführt werden. Die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) belegen: Jedes Jahr sterben an der Krankheit weltweit wieder fast eine halbe Millionen Menschen. Dabei könnte man Malaria mit Zugang zu entsprechender Diagnostik und Medikamenten sowie flächendeckenden Präventionsmaßnahmen verhindern. Das Ziel der WHO, Malaria bis 2050 in weiteren 25 Ländern zu eliminieren, wird dadurch erschwert.

Vor allem in der gegenwärtigen Situation, in der aufgrund der Corona-Pandemie in vielen Ländern die Gesundheitssysteme an ihre Grenzen stoßen, wurden Fortschritte wieder eingebüßt. Malaria-Programme mussten reduziert werden und medizinisches Personal wird für die Behandlung vom Covid-19 dringend benötigt. Die internationale Gemeinschaft muss sich deshalb auch weiterhin für eine Stärkung der Gesundheitssysteme weltweit einsetzen und Malariaprogramme unterstützen. Das kann helfen, die meisten Krankheiten gut zu behandeln oder sogar zu verhindern.

Die größte Gefahr für unsere Gesundheit geht jedoch von der Klimakrise aus. Sie ist schon jetzt ein medizinischer Notfall, der die mühsam erzielten Fortschritte der globalen Gesundheit zunichte zu machen droht. Durch die Erderwärmung wird die Ausbreitung der krankheitsübertragenden Stechmücken in weite Teile der Welt prognostiziert. Die Bundesregierung muss deshalb anerkennen, dass das Wohlergehen von Mensch, Tier und Umwelt existenziell miteinander verbunden sind.

Der Ansatz der planetaren Gesundheit bietet eine breite Perspektive für die Eindämmung von Krankheiten und sollte in das Portfolio der Bundesregierung aufgenommen werden.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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