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Was haben Sie gesagt? Wie Hörgeräte helfen - und schützen Gutes Hören gibt Sicherheit im Alltag und hilft, Demenz vorzubeugen

Bilbeschreibung: Eine Frau die ein Hörgerät in ihr Ohr hat.
Foto: © Mark Paton

Wenn eine zwitschernde Amsel wie ein Düsenjet klingt, geben viele auf - und lassen das Hörgerät lieber in der Schublade. Rund 3,7 Millionen Menschen besitzen in Deutschland ein Hörgerät. Doch schätzungsweise nur jeder zweite trägt es auch, denn gerade die ersten Wochen mit einer Hörhilfe können unangenehm sein: Die Töne klingen verzerrt oder ungewohnt laut. Doch lohnt es sich dranzubleiben und Zeit und Geduld aufzubringen, sich an das Gerät zu gewöhnen. "Gut zu hören schützt Körper und Seele.

Menschen, die schlecht hören, ziehen sich häufig aus ihrem sozialen Umfeld zurück, weil es ihnen unangenehm ist, ständig nachzufragen", begründet Professor Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Geriatrie Gesellschaft, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Hörgeräte bieten Sicherheit im Alltag

Die Taktik, Gesagtes von den Lippen abzulesen, ist keine zuverlässige Alternative für ein Hörgerät. Zum einen, weil seit der Corona-Pandemie der Mund hinter der Schutzmaske verborgen bleibt, zum anderen, weil sich Umweltgeräusche wie zum Beispiel ein heranfahrendes Auto nicht eindeutig identifizieren lassen. Zudem kann eine unbehandelte Schwerhörigkeit die kognitive Leistung beeinträchtigen und sogar die Entstehung von Demenz begünstigen. Selbst die Gangsicherheit leidet unter einem Hörverlust.

Bei Problemen helfen HNO-Arzt und Akustiker

Wer seine Schwerhörigkeit länger nicht behandelt hat, muss das Hören erst wieder erlernen. Das Gehirn vergisst mit der Zeit, wie es verschiedene Frequenzen verarbeiten soll. Um das Gehör zu schulen, raten Experten, das Hörsystem von morgens bis abends zu tragen, und nicht nur, wenn Familientreffen angesagt sind - das würde das Ohr akustisch überfordern. Klingen die Geräusche dagegen dumpf und leise, sind die Eingänge vermutlich durch Staub, Schweiß und Creme verstopft.

Dann sollte das Hörsystem über Nacht in einer speziellen Box gereinigt werden. Auch Ohrenschmalz kann die Hörqualität mindern. Das Entfernen sollte jedoch unbedingt einem HNO-Arzt überlassen werden. Wenn Hörgeräte in den Ohren schmerzen, nicht die Zähne zusammenbeißen, sondern sofort zum Akustiker gehen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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