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In der Pflegebranche steigt der Druck im Kessel

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die Bundesregierung will laut einem Gesetzentwurf die Gesundheitsversorgung und Pflege verbessern, indem sie unter anderem ein dreijähriges Hebammenstellen-Förderprogramm für die Jahre 2021 bis 2023 auflegt.

Um nach der von der Covid-19-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise die finanzielle Stabilität der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu gewährleisten und die Beiträge weitestgehend stabil zu halten, soll die GKV im Jahr 2021 einen ergänzenden Bundeszuschuss aus Steuermitteln in Höhe von fünf Milliarden Euro erhalten, teilt die Regierung darüber hinaus mit. Außerdem sollen aus den Finanzreserven der Krankenkassen einmalig acht Milliarden Euro in die Einnahmen des Gesundheitsfonds überführt werden. Zur Stabilisierung der Zusatzbeitragssätze ist geplant, das Anhebungsverbot für Zusatzbeiträge und die Verpflichtung zum stufenweisen Abbau überschüssiger Finanzreserven auszuweiten.

Der Caritas-Präsident Peter Neher teilt zur Pressekonferenz zur Konzertierten Aktion Pflege die am Freitag war mit: Es ist gut, dass es die Konzertierte Aktion Pflege (KAP) gibt. Denn die Pandemie führt uns gerade gnadenlos vor Augen, wie groß der Druck im Kessel in der Pflege ist: zu hohe Arbeitsbelastung und viel zu wenig Personal.

Mehr Ausbildung, bessere betriebliche Gesundheitsförderung

Die Länder müssen dringend mehr Ausbildungskapazitäten für Pflegefach- und auch für Pflegehilfskräfte zur Verfügung stellen. Leistungserbringer und Kostenträger müssen gemeinsam die betriebliche Gesundheitsförderung voranbringen. Sofortprogramme für mehr Pflegefachkräfte und auch, wie jetzt vorgesehen, für Pflegehilfskräfte werden letztlich nur wirken, wenn der Arbeitsplatz Pflege attraktiv ist und nicht Stress für die Pflegekräfte bedeutet. Helfen hierbei würden auch mehr Kompetenzen für Pflegekräfte und die Nutzung des Potenzials der Digitalisierung. Diese Themen der KAP müssen zügig in Angriff genommen und weiter verfolgt werden.

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Gute tarifliche Bezahlung und leistungsfähige Pflegversicherung

Neben dem Dreh- und Angelpunkt, die Arbeitsverdichtung für die Berufstätigen in der Pflege zu reduzieren, ist auch eine gute tarifliche Bezahlung wichtig. Damit aber die Kosten von Personalverbesserungen finanziell nicht auf die Pflegebedürftigen und ihre Familien abgewälzt werden, braucht es eine leistungsfähige Pflegeversicherung mit einer vernünftigen Deckelung der Eigenanteile.

Damit Menschen im Alter und im Pflegefall künftig in Deutschland verlässlich ein tragfähiges Versorgungssystem erwarten können, müssen für die Finanzierung dieser Aufgabe bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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