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In Pflegeeinrichtungen wird die Pauschale bei Corona-Test erhöht

Bildbeschreibung: Jemand der  blaue Latexhandschuhe trägt ein Stäbchen in ein Coronatest hält.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Teststrategie mit Antigen-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen, sowie Krankenhäusern auf dem Weg gebracht. Die Verordnung ist am 15. Oktober in Kraft getreten. Die Antigentest-Schnelltests sollen dazu beitragen, eine vollständige soziale Isolation von Bewohnern und Patienten möglichst zu vermeiden. Die Kosten müssen dabei die Betroffenen nicht selber zahlen, sondern werden vom Gesundheitsfonds finanziert.

Lange war es unklar, ob der personelle Mehraufwand der den Pflegeeinrichtungen durch die Corona-Schnelltest mitberücksichtigt wird. Es wurde dann mitgeteilt das im Pflegebereich 6 Euro, für die den Personaleinsatz erstattet wird, - die Hälfte die Kliniken bekommen.

Der GKV-Spitzenverband hat die Regelungen für die anfallenden außerordentlichen Aufwendungen für die Antigen-Schnelltests veröffentlicht.

Dabei sieht die Kostenerstattungs-Festlegungen zur Coronavirus-Testverordnung vor, dass die im Rahmen der einrichtungsbezogenen Testkonzepte der anfallenden Beschaffungskosten für PoC-Antigen-Tests in tatsächlicher, jedoch maximal bis zu sieben Euro nach § 11 der Coronavirus-Testverordnung pro beschafften Test erstattet werde.

"Die Festlegungen gelten für die Pflegekassen sowie für die Träger der nach § 72 SGB XI zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, einschließlich der Betreuungsdienste nach § 71 Absatz 1a SGB XI und die Anbieter der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag i. S. d. § 45a SGB XI", heißt es in der Verordnung.

Darin heißt es weiter das bis zu zehn Antigen-Schnelltest je versorgter Person pro Monat für ambulante Einrichtungen erstattungsfähig sein.

Zusätzlich angefallene Aufwendungen, mit zusätzlichen Personalaufwendungen bei der Durchführung Antigen-Testungen werden pauschal in Höhe von neun Euro brutto je tatsächlich genutztem Test erstattet.

Kritisiert wurde der Pauschalbetrag von neun Euro von Wilfried Wesemann, der Vorstandsvorsitzender des DEVAP: "Ein Test dauert etwa 20 Minuten, also können bei sachgerechter Durchführung in einer Stunde im stationären Bereich drei Tests durchgeführt werden. Im ambulanten Bereich sind aufgrund der Wege zwischen den Einsatzorten sogar nur maximal zwei Tests in der Stunde durchführbar. Das bedeutet eine Stundenpauschale in Höhe von 18 Euro; damit kann keine Fachkraft bezahlt werden."

„Wir freuen uns, dass die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in den Verhandlungen deutliche Nachbesserungen erreichen konnten. Wir sind zuversichtlich, dass die Pflegeeinrichtungen unter diesen Rahmenbedingungen die Schnelltestungen flächendeckend und effektiv einsetzen und damit ihren Beitrag zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung leisten können“, sagt BAGFW-Präsidentin Gerda Hasselfeldt. Ursprünglich war eine Kostenerstattung von lediglich sechs Euro geplant.

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Mit den Schnell-Tests können in den Einrichtungen auch Bewohner, Personal und Angehörige ohne Symptome getestet und somit mehr Sicherheit vor einer möglichen Infektion gewährleistet werden. „Mit dieser zusätzlichen Schutzmaßnahme sowie der Beachtung der ausgearbeiteten Hygienekonzepte sollen komplette Schließungen der Einrichtungen, wie es sie im Frühjahr coronabedingt gab, verhindert werden“, sagt Hasselfeldt. Für die Einrichtungen bedeute dies eine große Kraftanstrengung. Die Erfahrungen mit der Testverordnung würden zeigen, ob es noch weiteren Nachbesserungsbedarf gibt. Die geplante Überprüfung der Höhe des Pauschalbetrages Anfang 2021 sei ein guter Zeitpunkt, um dann die Wirksamkeit der Verordnung umfassend zu bewerten. Vieles hänge dabei im Besonderen von der Beschaffung der Tests und von den Personalressourcen in den Pflegeeinrichtungen ab, sagt Hasselfeldt. Die BAGFW habe sich in den Verhandlungen erfolgreich für flexible und unbürokratische Möglichkeiten eingesetzt.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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