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Belastung für Pflegekräfte immer noch deutlich zu hoch

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Polina Tankilevitch

Nach wie vor sind die bayerischen Krankenhäuser mit vielen Covid-19-Fällen belegt. Zahlreiche Menschen müssen dabei intensivmedizinisch betreut werden. Gleichzeitig verschärft sich der Personalnotstand durch die erhöhte Ansteckungsrate in Medizin und Pflege.

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Auch in den Einrichtungen der stationären Langzeitpflege ist die Situation äußerst angespannt. Bedingt durch Erkrankungen und Quarantäneanordnungen herrscht in zahlreichen Einrichtungen ein geradezu dramatischer Personalmangel in allen Bereichen der Versorgung. Um den drohenden Zusammenbruch der pflegerischen und medizinischen Versorgung im Freistaat abzuwenden, fordert die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB), den Lockdown in Bayern unbedingt zu verlängern und die Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung weiterhin aufrechtzuerhalten.

Beim Pflegepool Bayern, den die Vereinigung der Pflegenden in Bayern in Zusammenarbeit mit dem BRK und dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Frühjahr eingerichtet hat und betreibt, haben sich inzwischen in der zweiten Infektionswelle zwar noch einmal knapp 800 Freiwillige zusätzlich gemeldet, es kommen jedoch aktuell auch deutlich mehr Anfragen an, als dies in der ersten Welle der Pandemie der Fall gewesen ist. Zudem beschränken sich die Aufrufe nicht mehr auf einzelne Hotspots, sondern kommen aus dem gesamten Freistaat. Die VdPB wertet dies als deutlichen Gradmesser für eine wesentlich angespanntere Lage als im ersten Halbjahr 2020. Die zunehmende Inanspruchnahme der VdPB-Krisenberatung für beruflich Pflegende bestätigt zudem den Eindruck, dass für die Berufsgruppe die Belastungsgrenze längst überschritten ist.

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Georg Sigl-Lehner, Präsident der VdPB, zeigt sich angesichts dieser Situation sehr besorgt: „Nach wie vor hören und lesen wir täglich von immer noch sehr hohen Infektionszahlen in Verbindung mit der Corona-Pandemie. Für die beruflich Pflegenden ist derzeit keinerlei Entlastung in Sicht. Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht zwingend erforderlich, den seit mehreren Wochen geltenden Lockdown in gleicher Weise zu verlängern. Erst wenn ein deutliches Absinken der Neuinfektionsrate erkennbar ist und sich in der Folge dann auch die Arbeitsbelastung in der Akut- und Langzeitversorgung entspannt, kann über Lockerungsmaßnahmen beraten werden.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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