EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik, Behinderung, Schwerbehinderung, Nachrichten

Weitere Lockerungen in Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe ab 1. Mai

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und neben ihr ist eine jünger Frau mit sie sich unterhält.
Foto: © Andrea Piacquadio

Mehrere Bundesländer haben Erleichterungen angekündigt in den Alten- und Pflegeeinrichtungen, sowie bei Angeboten der Eingliederungshilfe für vollständig Geimpfte. Mecklenburg-Vorpommern lockert ab dem 1. Mai in den Alten- und Pflegeeinrichtungen und Rheinland-Pfalz will ab dem 3. Mai lockern. „Für viele Bewohnerinnen und Bewohner, Beschäftigte sowie Familienangehörige und aufsuchende Personen ist das ein weiterer Schritt in Richtung Normalität“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese zur ab dem heutigen 1. Mai geltenden neuen Pflege und Soziales Corona Verordnung für Mecklenburg-Vorpommern.

Die Lockerungen ergänzen die vor einigen Wochen erfolgten Maßnahmen in den Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe. So gibt es seit Anfang April Erleichterungen u.a. bei Besuchsregelungen und Gruppenangeboten.

Um diesen Inhalt anzusehen,
akzeptieren Sie bitte alle Cookies

Mit der aktuellen Verordnung werden für vollständig Geimpfte, wenn mindestens 14 Tage nach der letzten notwendigen Impfung vergangen sind und in der Einrichtung bzw. dem Angebot kein Infektionsgeschehen ist, folgende weitere Erleichterungen geregelt:

  • Wegfall des Testerfordernisses für vollständig geimpfte Besuchende und sonstige Betretende in vollstationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen,
  • Reduzierung des Testerfordernisses des vollständig geimpften Personals auf einmal pro Woche in Pflegeeinrichtungen und Angeboten der Eingliederungshilfe,
  • Reduzierung des Testerfordernisses für vollständig geimpftes Personal und vollständig geimpfte Rehabilitanden bei Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation auf einmal pro Woche und
  • Wegfall des Testerfordernisses bei der Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen (z.B. Frisöre) innerhalb der Einrichtungen und Angebote für vollständig geimpfte Bewohnende.

Sozialministerin Stefanie Drese: „Ich freue mich riesig für die Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioren- und Pflegeeinrichtungen, dass wir durch die erfolgte Impf-Priorisierung wieder deutlich mehr soziale Kontakte und Angebote ermöglichen können. Das ist nach vielen Monaten von harten, aber leider notwendigen Isolationsmaßnahmen eine richtig gute Nachricht und sollte uns allen Mut beim Endspurt im Kampf gegen die Pandemie machen.“

Drese warb gleichzeitig um Verständnis, dass die in den jeweiligen Hygiene- und Schutzkonzepten vorgesehenen Maßnahmen weiter konsequent umgesetzt werden müssen. „Die auch jetzt noch immer wieder festgestellten Infektionsgeschehen in Pflegeeinrichtungen zeigen, dass wir nach wie vor vorsichtig und umsichtig sein müssen“, so Drese.

Informationen zu den neuen Regelungen in den Pflege- und Sozialeinrichtungen: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Pflege-und-Soziales/

Eine (nicht amtliche) Lesefassung der Neunten Pflege- und Soziales Corona-VO M-V-Änderungsverordnung ist beigefügt.

Ebenso hat Rheinland-Pfalz für vollständig Geimpfte Bewohner Alten- und Pflegeeinrichtungen Erleichterungen ab dem 3. Mai. geplant. Die Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler von Rheinland-Pfalz teilt mit: „Unser Ziel ist und bleibt es, möglichst viele Menschen möglichst schnell zu impfen. Auf diesem Weg haben wir mit der einmillionsten Erstimpfung nun einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.“

In den Pflegeeinrichtungen haben mittlerweile rund 90 Prozent aller Bewohnerinnen und Bewohner einen kompletten Impfschutz erhalten. Bei den Mitarbeitenden liegt die Quote bei mehr als 80 Prozent. In der Folge sind die Zahlen der Corona-Infektionen rapide zurückgegangen. Dies ermöglicht es, in einer neuen Landesverordnung Schutzmaßnahmen zurückzunehmen und das Leben in den Pflegeeinrichtungen wieder offener und gemeinschaftlicher zu gestalten.

„Ich bin sehr froh, dass wir besonders in diesem Bereich mit den Impfungen so schnell vorangekommen sind. Und dass wir deshalb unseren Liebsten, unseren Eltern, unseren Großeltern wieder einen Schritt zurück in ihre bekannte Normalität ermöglichen können“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Wir haben immer betont, dass der Kampf gegen die Pandemie nicht nur der Kampf gegen das Virus, sondern auch der Kampf gegen die soziale Isolation ist.“ Gestaffelt werden die neuen Regelungen nach der Immunisierungsquote der Bewohnerschaft in der jeweiligen Pflegeeinrichtung. Dies gliedert sich in drei Stufen: einer Immunisierungsquote unter 75 Prozent, einer Quote zwischen 75 und 90 Prozent und einer Quote von mehr als 90 Prozent. Ein Überblick zu den neuen Regelungen finden Sie hier:

Danach sollen Grundsätzlich die neuen Regelungen gelten bei einer 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder kreisfreien Stadt von 100 pro 100.000 Einwohner. Ab einer stabilen 7-Tage-Inzidenz über 100 greifen die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

Bei einer Immunisierungsquote der Bewohnerschaft unter 75 Prozent

  • seien Besuche von maximal zwei Personen pro Bewohnerin oder Bewohner aus maximal zwei Haushalten sind pro Tag zeitlich unbeschränkt möglich.
  • Gemeinschaftsaktivitäten sind in Einrichtungen ohne Infektionsgeschehen mit Mindestabstand und Tragen von Mund-Nase-Bedeckung möglich.

Immunisierungsquote der Bewohnerschaft über 75 Prozent und unter 90 Prozent

  • Besuche von maximal vier Personen pro Bewohnerin oder Bewohner aus maximal zwei Haushalten sind pro Tag zeitlich unbeschränkt möglich.
  • Gemeinschaftsaktivitäten sind in Einrichtungen ohne Infektionsgeschehen mit Mindestabstand und Tragen von Mund-Nase-Bedeckung möglich. Angehörige und nahestehende Personen können unter Einhaltung des Mindestabstands und mit FFP2-Maske teilnehmen.

Immunisierungsquote der Bewohnerschaft über 90 Prozent

Newsletter

Post von der Redaktion EU-Schwerbehinderung

Kostenlos per E-Mail in Ihrem Posteingang

Newsletter bestellen

  • Keine Einschränkung der Besuche. Allerdings dürfen nicht mehr als fünf Personen unter Wahrung der Abstandsregelungen im Bewohnerzimmer sein.
  • Gemeinschaftsaktivitäten sind in Einrichtungen ohne Infektionsgeschehen ohne Einhaltung des Abstandsgebots möglich. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist für Bewohnerinnen und Bewohner nicht verpflichtend.
  • Angehörige und nahestehende Personen können mit FFP2-Maske teilnehmen und zu Veranstaltungen eingeladen werden.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



Allgemeines

Aktuelles

weitere Nachrichten

Kurznachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Folgen Sie uns. Vielen Dank