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SoVD fordert „Echte Pflegereform“

Bildbeschreibung: Eine Pflegerin im Krankenhaus.
Foto: © FH Münster/Anne Holtkötter

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr gnadenlos offengelegt, dass eine umfangreiche Pflegereform dringend notwendig und längst überfällig ist. Passiert ist aus Sicht des Sozialverband Deutschland (SoVD) in dieser Legislaturperiode viel zu wenig. Am heutigen Freitag entscheidet der Bundestag ein letztes Mal über Regelungen zur pflegerischen Versorgung. „Was die Bundesregierung auf den letzten Metern durch die Gremien peitscht, hat den Namen Pflegereform nicht verdient“, kritisiert SoVD-Präsident Adolf Bauer. Und er fügt hinzu: „Wenigstens werden die finanziell besonders belasteten Langzeitpflegebedürftigen in den Heimen künftig mit Zuschüssen erheblich entlastet. Dafür haben wir uns bis zum Schluss eingesetzt.“

Abgehakt ist das Thema damit ganz und gar nicht. „Die Pflegekosten werden weiter steigen und es bleibt ein pflegebedingtes Armutsrisiko. Daran ändern auch die getroffenen Regelungen wenig. Denn als Teilkostenversicherung mit begrenzten Zuschüssen je Pflegegrad tragen die Pflegebedürftigen jede Kostensteigerung zu 100 Prozent selbst“, erklärt der SoVD-Präsident. „Jetzt kommt es auf die neue Bundesregierung an. Pflegebedürftige Menschen müssen zwingend spürbar finanziell entlastet werden.“

Die FH Münster teilt mit: Die Corona-Pandemie hat uns mit Schrecken vor Augen geführt, welche dramatischen Folgen der vielfach beschworene „Pflegenotstand“ haben kann. Zu den Spitzenzeiten der Corona-Wellen wurden die Kapazitäten in den Intensivstationen eng. Und zwar nicht etwa durch zu wenig freie Betten − tatsächlich lag es schlichtweg am nicht ausreichend vorhandenen Pflegepersonal.

Und mehr Pflegefachkräfte zu gewinnen, braucht es neben besserer Arbeitsbedingungen auch deutlich mehr Pflegepädagog*innen, die den stark nachgefragten Fachkräften eine kompetente Ausbildung anbieten können. Einen Beitrag hierzu leisten Absolvent*innen des Masterstudiengangs Bildung im Gesundheitswesen − Berufliche Fachrichtung Pflege am Fachbereich Gesundheit der FH Münster. Eine Bewerbung ist noch bis zum 15. August möglich. Alle Informationen zum Studiengang finden sich unter fhms.eu/Master-BIG.

Durch den Masterabschluss werden die Absolvent*innen dazu befähigt, Pflegefachkräfte in der generalistischen Ausbildung zu unterrichten. Zur Zielgruppe gehören Pflegepädagog*innen mit einem Bachelor- oder Diplomabschluss.

Aber auch Bewerber*innen ohne einschlägigen pflegepädagogischen Hochschulabschluss können sich bewerben, wenn sie über einen pflegewissenschaftlichen Bachelorabschluss verfügen. Mit einem nur zweisemestrigen Brückenstudium zum Master erwerben sie quasi als Quereinstieg die notwendigen pädagogischen Vorkenntnisse. Anschließend ist der Masterstudienplatz dann sicher. „Was unseren Studiengang auszeichnet, ist die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die Aneignung der erforderlichen Kompetenzen erfolgt praxisnah und fallbezogen in disziplinären aber auch interdisziplinären Handlungsfeldern“, erklärt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Nadin Dütthorn.

Die gesellschaftliche Relevanz des Studienprogramms wird auch dadurch unterstrichen, dass das Land NRW der FH Münster drei weitere Professuren für dieses Studienangebot zugewiesen hat. „Ich freue mich, dass nach längeren Gesprächen der Hochschulvertrag zwischen der FH Münster und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW zustande gekommen ist. Nun können wir insgesamt 55 Studienplätze in diesem Masterbereich anbieten“, erklärt Prof. Dr. Rüdiger Ostermann, Dekan des Fachbereichs Gesundheit.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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