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Pflegekassen verweigern Corona-Sonderregelung

Bildbeschreibung: Jemand der die Hand von einer älteren Person festhält.
Foto: © Enlightening Images

Der Bundesrat hat die erneute Verlängerung von bisher befristeten Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige bis Ende Dezember 2021 beschlossen. Doch die Nutzung wird teilweise untersagt.

Im Rahmen der Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung hat der Bundesrat erneut einer Verordnung zugestimmt, die die Corona-Sonderregelungen für pflegende Angehörige verlängert. (1) Offiziell gelten nun alle Sonderregelungen für die Pflege zu Hause noch bis Ende des Jahres. Doch einige Pflegekassen verwehren Anspruchsberechtigten die Nutzung.

Leistungsverweigerung trotz klarer Gesetzgebung

Vermehrt kommt es beim Verbund Pflegehilfe zu Anrufen wegen abgelehnter Sonderleistungen oder sogar Rückforderungen seitens der Pflegekasse.

Verschiedene Kassen behaupten die Corona-Sonderregelungen für die Pflege seien zum 30. September, bei manchen sogar zum 31. Mai, ausgelaufen. “Das ist nicht korrekt!”, versichert Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbund Pflegehilfe und beruft sich dabei auf die Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit aufgrund der Fortgeltung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite.

“Wir befinden uns noch immer in einer Pandemie. Die Politik hat also richtig gehandelt und ganz offiziell die Sonderregelungen für die Pflege verlängert. Wenn manche Pflegekassen etwas anderes behaupten, und berechtige Leistungen streichen, dann ist das nicht tragbar.”

“Es ist wie nach dem Krieg” - Die Lage Pflegebedürftiger verschlechtert sich weiter

Wieder einmal steht also der Verdacht im Raum, die Kassen könnten aus Kalkül handeln, um Kosten einzusparen. Und nicht nur an dieser Front haben Pflegebedürftige aktuell zu kämpfen. Mit abnehmender Tragweite der Pandemie hofften viele auf eine Verbesserung ihrer Lage. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Personalmangel auf dem Pflegemarkt hat sich durch die Corona-Pandemie stark verschärft.

Pflegebedürftige finden keine Pflegedienste in ihrer Umgebung und auch Heimplätze gibt es wider Erwarten noch weniger als zuvor – die Zimmer sind da, das Personal fehlt. “Es ist wie nach dem Krieg”, beschreibt ein Anrufer seine Gefühlslage, “Da dachte man der Krieg war schlimm. Doch als es vorbei war, dann in den Trümmern zu stehen und nichts zum Aufbauen zu haben – das war schlimmer.”

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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