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Holetschek treibt Ausbau von Pflegeplätzen weiter voran

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Brett Sayles

Mit Hilfe des Förderprogramms “Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNah“ entstehen immer mehr Pflegeplätze in Bayern. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek am Freitag anlässlich der Förderbescheidübergabe in Höhe von 450.000 Euro an die AWO-Tagespflege in Heinersreuth in Oberfranken hingewiesen. Holetschek betonte: „Wir fördern auch in diesem Jahr bayernweit rund 1.000 Pflegeplätze. Mit unserem Förderprogramm entstehen neue Tagespflegeeinrichtungen und Pflegeplätze in stationären Einrichtungen. Zudem werden Einrichtungen modernisiert, umgebaut und erweitert. Wir investieren in eine moderne und bedarfsgerechte Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in ganz Bayern!“

Der Minister ergänzte: „Das jüngste Projekt ist das in Heinersreuth. Hier werden 18 Tagespflegeplätze geschaffen, die schwerpunktmäßig auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit leichter und mittelschwerer Demenz eingehen. Die neue Einrichtung wird künftig für die pflegebedürftigen Bürgerinnen und Bürger vor Ort sowie für deren Angehörige eine große Unterstützung sein. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir als Freistaat Bayern einen finanziellen Beitrag leisten können. Das ist gut investiertes Geld!“

Holetschek erläuterte: „Die Schaffung von Tagespflegeeinrichtungen ist besonders in kleineren Gemeinden sinnvoll, um den demografischen Herausforderungen im ländlichen Raum gerecht zu werden. Immer seltener gibt es Familien, in denen sich die Pflege hilfsbedürftiger Angehöriger auf mehrere Schultern verteilt. Deshalb brauchen wir Angebote, die das ausgleichen. Denn: Eine Entlastung der häuslich Pflegenden trägt dazu bei, Beruf, Familie und Pflege besser vereinbaren zu können. Das wiederum führt dazu, dass die Pflegebedürftigen möglichst lange in der gewohnten häuslichen Umgebung bleiben können.“

Holetschek sagte: „Das Thema Pflege ist eine der ganz großen Herausforderungen – für den Staat, das Gemeinwesen und für jeden Einzelnen! Bis 2050 wird die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Bayern Schätzungen zufolge von derzeit rund 500.000 auf bis zu eine Million steigen. Deshalb ist es sehr wichtig, jetzt zu handeln und die Pflegeinfrastruktur zu stärken. Dies gelingt uns mit Hilfe des Förderprogramms ‚PflegesoNah‘.“

Laut der aktuellsten Pflegestatistik aus dem Jahr 2019 werden rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause betreut und versorgt. Ziel der Investitionskostenförderung “PflegesoNah“ ist es daher, die häusliche Pflege zu stärken – zum Beispiel mit Projekten wie Begegnungsstätten für Pflegebedürftige, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätzen, Plätzen des Kurzzeitwohnens für Menschen mit Behinderung. Auch die Unterstützung pflegerischer Angebote zur Stärkung der wohnortnahen Betreuung und Versorgung im ländlichen Raum ist der Staatsregierung ein Anliegen, zum Beispiel durch ambulant betreute Wohngemeinschaften.

Das Förderprogramm stößt auf sehr große Resonanz. Im Jahr 2020 konnten bereits Bauvorhaben mit rund 1.000 Pflegeplätzen und einem Fördervolumen in Höhe von rund 55,5 Millionen Euro eingeplant werden. Auch 2021 war das Interesse sehr groß. Der Gesundheitsminister führte aus: „Allein in diesem Jahr wurden mehr als 100 Anträge bayernweit eingereicht. 28 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 62 Millionen Euro wurden ausgewählt. Ich freue mich sehr über den großen Zuspruch, den wir bislang für das Förderprogramm erfahren haben.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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