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Über 50 000 Brandenburger sind an Demenz erkrankt

Bildinhalt: Eine älter Mann über sein kopf sind weiße Puzzelteile gezeichnet die für unordnung im Kopf stehen

Laut dem Brandenburger Gesundheitsministerium sind rund 58 000 Brandenburger an Demenz erkrankt. In den nächsten Jahren wird eine steigende Tendenz erwartet, durch die immer älter werdenden Menschen und die damit verbundenen Erkrankungen.

Bis zum Jahr 2030 rechnet man mit rund 87 400 Betroffenen laut den Berechnungen des Landes-Kompetenz-zentrums Demenz, des Landesamtes für Statistik und des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Im letzten Jahr hatte das Kompetenzzentrum 60 Kurse veranstaltet an denen 720 Angehörige teilgenommen haben. Auch 2019 wird die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ weitergeführt.

Seit 2016 gibt es das Kompetenzzentrum der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg. Auch 2019 wird den Angaben zufolge die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ fortgesetzt. Das Kompetenzzentrum in Trägerschaft der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg besteht seit 2016. Es wird im Rahmen der Pflegeoffensive des Landes vom Ministerium gefördert. 

Alzheimer hat sieben Stufen In Deutschland leben gegenwärtig fast 1,6 Millionen Demenzkranke. Jeden Tag erkranken nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft mehr als 100 Personen an Demenz. Die Alzheimer-Demenz ist nach dem deutschen Nervenarzt Alois Alzheimer benannt, der im Jahre 1906 erstmals die für die Erkrankungen typischen Ablagerungen im Gehirngewebe beschrieb.

Die Alzheimer Erkrankung tritt vor allem im fortgeschrittenen Alter auf. Die Patienten sind meistens über 80 Jahre alt. In seltenen Fällen kommt die Erkrankung auch schon bei 50-Jährigen vor. Bis heute ist die genaue Ursache der Alzheimer-Demenz nicht bekannt.

Die Forscher können nur sagen das die Erkrankung zur Zerstörung von Nervengewebe im Gehirn führt und somit den Informationsaustausch zwischen den intakten Zellen verhindert. Die Alzheimer Erkrankung ist nicht heilbar. Mit Medikamenten und geeignetem Training kann der Verlauf der Krankheit verzögert werden. Dadurch kann man Zeit gewinnen. Wertvolle Lebenszeit mit Freunden und Bekannten. Der DAK hat im Pflegereport 2017 festgestellt, dass die meisten Angehörigen, die sich in der häuslichen pflege um Demenzerkrankte kümmern, am Ende ihre Kräfte sind.

Laut dem Pflegereport sind 59 Prozent am Ende ihre Kräfte. Bei denen die Demenzkranke pflegen, fühlt sich bereits jeder dritte erschöpft. Neun von zehn pflegenden Angehörigen wünschen sich mehr finanzielle Unterstützung. Auch gibt es Uneinigkeiten bei der Unterbringung der Demenzerkrankten, Beispielsweise: welche die beste Unterkunft ist?. 35 Prozent halten das eigene Zuhause für den geeignetsten Ort. 22 Prozent sehen eine ambulante betreute Wohngruppe als den besten Ort und 16 Prozent halten das Pflegeheime als den geeignetsten Ort.

Die wünsche decken sich leider nicht mit der Realität. Denn die Wohngruppen Unterbringung ist nicht immer möglich, wegen mangelnden Angeboten. Etwa zwei Prozent leben derzeit in Wohngruppen. Auch die Medizinische Versorgung von Demenzerkranken, hat laut dem Pflegereport erhebliche Mängel. Pro Quartal wird jeder mindestens einmal ärztlich behandelt und drei von vier kommen pro Jahr ins Krankenhaus.

Im Krankenhaus wird am meisten Flüssigkeitsmangel festgestellt. Dieses ist sehr bedenklich. Im Pflegereport erzählte jeder zweite, der sich um Angehörige mit Demenz kümmert, dass er ein gutes Leben mit Demenz, für durchaus möglich hält. 80 Prozent wünschen sich mehr Anerkennung für Angehörige und mehr Respekt gegenüber den Erkrankten.

Der Chef der DAK Storm sagt zum Abschluss: „Wir müssen die Krankheit als soziale Tatsache akzeptieren und lernen, Betroffene mitsamt ihrer Persönlichkeit zu respektieren“. Darauf machte Storm besonders aufmerksam „Menschen mit Demenz haben das gleiche Recht auf Würde, Selbstbestimmung und ein sinnerfülltes Leben wie wir alle.“ Quelle: tagesspiegel.de

Quelle: dpa

 

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