EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik

EILMELDUNG:

Elektronische Patientenakte - Datenhoheit für Versicherte

Bildbeschreibung: Jens Spahn im Interview
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Ab 2021 müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) anbieten. Diese führte in der Vergangenheit zu viel Kritik. Viele Menschen habe einfach die Befürchtungen, dass mit der elektronische Patientenakte auch andere Ärzte den Zugriff auf Informationen von Fachärzten bekommen, obwohl diese Informationen für ihren Fachbereich von wenig Interesse sein müssten. So wäre beispielsweise für den Orthopäden auf Informationen vom Gynäkologen möglich gewesen.

Mit einem neuen Gesetzesentwurf hat Jens Spahn (CDU) nachgebessert. Mit dem neuen Entwurf soll die Datenhoheit ausschließlich den Patienten obliegen. Im Detail bedeutet das, der Versicherte kann selber bestimmen, welche Daten dem behandelnden Arzt zur Verfügung gestellt werden. Die Versicherten können zudem bestimmen, welche Daten gespeichert oder wider gelöscht werden sollen. Besonders wichtig: Die Ärzte werden verpflichtet, die Akte mit den Behandlungsdaten zu füllen.

Außerdem wird das elektronische Rezept kommen. Spahn geht dabei neue Wege, denn die App dafür soll in staatlicher Hoheit entwickelt werden und allen Versicherten zur Verfügung stehen. Der Patient soll dabei selber entscheiden können, ob das Rezept in einer örtlichen Apotheke oder online eingelöst wird. Der Patient kann das Rezept von der Staats-App aber auch auf eine andere App seiner Wahl übertragen. Überweisungen zum Facharzt sollen ebenfalls auf elektronischem Weg versendet werden können.

Eine weitere Maßnahme, ab 2023, soll für die Patienten sein, dass diese auf "freiwillger Basis" ihre Daten zu Forschungszwecken bereitstellen können. Spahn hat dabei die Kritikpunkte überarbeitet, die sein Gesetz in der Vergangenheit aufgewiesen hatte. Diese Nacharbeit war notwendig, denn das Justizministerium hatte im vergangenen Jahr, wegen Datenschutzbedenken, sein ursprünglichen Gesetzentwurf gestoppt.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



Kurznachrichten

Gesundheit

Aktuelle Nachrichten

weitere Nachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank