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Coronavirus: Menschenrechtler fordern für Behinderte mehr Hilfe

Bildbeschreibung: Eine Frau im Rollstuhl.
Foto: © Yunming Wang

Menschen mit Behinderung brauchen in der Corona-Krise einen besonderen Schutz weltweit, so nach Einschätzung der Menschenrechtler. Human Rights Watch erklärte am 26. März in New York, dass Menschen mit Behinderung bereits unter normalen Bedingungen zu denen gehören, die meist ausgegrenzt und stigmatisiert werden. Jane Buchanan, die Expertin der Menschenrechtsorganisation sagte: „Wenn sie nicht schleunigst in die Maßnahmen der Regierungen gegen Covid-19 einbezogen werden, laufen sie große Gefahr sich anzustecken und zu sterben."

Es gebe Weltweit mehr als eine Milliarde Menschen mit Behinderung, diese machen etwa 15 Prozent der Bevölkerung aus. Vom Coronavirus sind besonders Behinderte, Gebrechliche, chronisch Kranke, deren Funktion der Atemwege eingeschränkt sind bedroht. Zudem seien andere in Gefahr, dass sie nicht an Informationen, Bildung oder Gesundheitsversorgung kommen, oder über kein soziales Netzwerk verfügen.

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Daher brauche es barrierefreie Informationen über Medien im Internet, wie in Gebärdensprache oder leichte Sprache, Dienstleistungen über Sprachcomputer und weitere Hilfeleistungen. Die Regierungen müssten sicherstellen, dass genügend Unterstützung die Betroffenen erhalten.

Zudem seien besonders gefährdet laut Human Right Watch Kinder oder Erwachsene mit Behinderung, die oft abgeschieden in oftmals überfüllten Einrichtungen leben. So drohe ihnen Verwahrlosung, Missbrauch und unzureichende medizinische Versorgung. So gebe es Heime, in denen die Bewohner schlecht behandelt würden, wie in vielen Ländern wie Russland, Kroatien, Brasilien, Ghana, Indien, Indonesien und Nigeria. Gerade diese Menschen müssten, wann möglich immer aus den geschlossenen Einrichtungen herausgeholt und die Gesellschaft integriert werden.

Zudem sieht die Christoffel-Blindenmission Menschen mit Behinderung in besonderer Gefahr. So gehörten in den Entwicklungsländern zu den Ärmsten der Armen und können sich oftmals kaum schützen, so die Organisation in Bensheim.

Gerade auch in Deutschland benötigen die Behinderten Menschen einen besonderen Schutz. Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen hat davor gewarnt, dass beeinträchtigte Menschen, die an dem Coronavirus erkranken, schlechter versorgt werden als andere. Zur der „Süddeutschen Zeitung“ (Montagsausgabe 30.03.2020) sagte Dusel: „Die Coronakrise verschärft bestehende Problemlagen für viele Menschen mit Behinderungen leider deutlich.“ So gehören viele Menschen mit Behinderung zu Risikogruppe für das Coronavirus, weil sie meist Vorerkrankungen haben oder immungeschwächt sind.Auch hätten Menschen mit kognitiven Einschränkungen auch in normalen Zeiten Probleme, ins Krankenhaus aufgenommen zu werden, laut Dusel.

In Deutschland leben fast 13 Millionen Menschen mit Behinderung laut dem aktuellen Teilhabebericht der Bundesregierung in Deutschland, dieses sind mehr als 15 Prozent der Bevölkerung.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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