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Coronavirus: Das Versagen der Bundesregierung

Bildbeschreibung: Westseite vom Reichstagsgebäude mit der Aufschrift "Dem Deutschen Volke"
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Am Reichstagsgebäude, jenen Ort wo das Parlament sich trifft, um Gesetze zu verabschieden, steht „Dem Deutschen Volke“, doch mit Blick auf die Corona-Krise, kommen da teilweise Zweifel auf.

Als das Coronavirus in China erstmalig aufgetreten ist, war man seitens der Bundesregierung völlig entspannt. Dann begann in China, die Zahl der Menschen, die erkrankt sind, sprunghaft anzusteigen. Genau hier passierte der erste Fehler. Warum? Alle haben sich auf die WHO und andere Fachleute konzentriert und deren Aussagen als maßgeblich angesehen. Dabei hätte gerade die Bundesregierung, die in Berlin regiert, einfach nur mal den Blick in Richtung des Brandenburger Tors werfen müssen. Das Brandenburger Tor ist etwa 200 Meter vom Reichstag entfernt und war seinerzeit voller Touristen. Somit voller Menschen, die jederzeit das Virus nach Europa bringen können.

Der Fehler Nummer zwei, war das Vernachlässigen unsere Wirtschaftsverbindungen zu berücksichtigen. Hätte man das getan, wäre sehr schnell deutlich geworden, dass gerade Deutschland, viele Unternehmen hat, die direkt in Kontakt und im Austausch mit China stehen. Somit auch Geschäftsreisen erfolgen.

Unter diesen Aspekten war bereits klar, dass das Virus nach Deutschland kommen und auch Deutschland entsprechende Schutzausrüstung sowie Medikamente und Desinfektionsmittel benötigen wird. Aktionismus seitens der Bundesregierung, gab es keinen. Die Bundesregierung ist mit offenen Augen in die Krise gelaufen.

Heute quälen uns die Folgen, die sich auf Grundlage der Fehlentscheidungen ergeben. Geschäfte sind geschlossen und die „Freiheit“ weitestgehend eingeschränkt. Arztpraxen schreiben an ihren Eingängen, dass sie keine Patienten mehr reinlassen können, da ihnen die notwendige Schutzausrüstung fehlt. Das dadurch die medizinische Versorgung schon heute eingeschränkt ist, das sollte jedem bewusst sein. Doch ist das auch der Bundesregierung bewusst? Menschen in Pflege- und Altersheimen wurde das letzte genommen, der Kontakt zur eigenen Familie, weil das Coronavirus, gerade ältere Menschen gefährdet.

Ist das der Preis des späten Handelns der Bundesregierung? Nicht ganz, denn auch viele Bürgerinnen und Bürger haben sich falsch verhalten. Als die ersten Fälle in Deutschland aufgetreten sind, haben die meisten Menschen so weitergelebt, wie gewohnt. Das zur Freude des Virus, welches sich dadurch ungehindert weiterverbreiten konnte. Erst jetzt, wo die Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen greifen muss, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, fangen die ersten Menschen an zu begreifen.

Dieses Begreifen, dass die Lage ernst ist, hat leider vielerorts immer noch nicht so richtig funktioniert. An einigen Orten versuchen immer noch Bars und Kneipen, sich den Verordnungen zu wiedersetzen, indem sie trotzdem weiterhin geöffnet haben. Menschen treffen sich in Parks, feiern ihre „Coronaparty“ oder finden es einfach toll, zusammen zu sitzen. Das so ein Verhalten nicht ohne Folge bleibt und es dadurch zu noch drastischeren Maßnahmen kommen muss, war absehbar.

Viele unseriöse Medien nutzen jetzt die Situation aus um über mögliche „Rechte bei Ausgangssperren“ zu informieren und verunsichern dadurch zusätzlich. Gerade bei den Einschränkungen in den einzelnen Bundesländern ist immer zu beachten, dass diese von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können. Darum sind solche „Tipps“ nicht hilfreich, sondern hier sollte jede Bürgerin und Bürger sich auf das konzentrieren, was in ihrer Gemeinde für Maßnahmen verordnet werden.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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