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Inklusion an Deutschen Schulen am Ende?



Glaubt man dem Philologenverband, muss man annehmen, dass das Thema Inklusion an deutschen Schulen keinen Platz mehr hat. (Quelle: Zeit-Online) In der Tat hat der Präsident des Philologenverbandes gefordert, das Thema Inklusion an deutschen Schulen auszusetzen, da viele Schulen mit dem Thema überfordert sind.

Natürlich is Inklusion ein Thema, welches nicht mal eben am Schreibtisch umgesetzt werden kann, sondern für jede Schule eine Herausforderung darstellt. Da das Thema aber nicht neu ist, sind solche Aussagen des Philologenverbandes schon sehr erstaunlich. Das Konzept der "Förderschulen" wird aufgegeben, die Lehrkräfte der Förder-/Sonderschulen finden ihren Platz in den Regelschulen und jetzt sollen diese mit dem Thema überfordert sein? Oder hat man die Lehrkräfte vielleicht eher dazu missbraucht, den Lehrermangel zu kompensieren?

Inklusion ist ein komplexes Thema. Notwendige Umbauten in den Schulen sind das eine. Für die Schulen beginnen die Aufwände bei der Thematik der individuellen Bedürfnisse, die Kinder mit Behinderung haben. Diese Bedürfnisse müssen durch entsprechendes Fachpersonal gedeckt werden. Die große Frage bleibt also: Wo ist das Fachpersonal aus den Förder-/Sonderschulen geblieben?

Für die Kinder ist Inklusion ein Gewinn. Kinder mit Behinderung fühlen sich dadurch in der Gesellschaft besser integriert und nicht behinderte Kinder lernen bereits im Kindesalter, den Umgang mit behinderten Menschen. Der Gewinn ist für alle da. Hemmschwellen werden vermieden und Behinderung wird zum Teil einer Gesellschaft, in der Behinderung kein Thema mehr sein sollte, sondern eine Selbstverständlichkeit. Darum sind genau solche Forderungen für unsere Gesellschaft gefährlich, können diese doch schnell zu einer Rückwärtsentwicklung führen.

Selbst wenn der Bund für das Thema mehr Geld bereitstellen würde, was sicherlich der Sache dienlich ist, wird das nicht das Problem mangelnder Fachlehrer beheben. Die GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft) ist schon lange Unterstützer der Inklusion. Auch der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ist Unterstützer des Inklusionsgedankens. Trotzdem warnt Herr Meidinger vor der Überforderung in den Schulen. Nachvollziehbar, aber warum erst jetzt? Gerade wo in vielen Bundesländern das Thema Inklusion an den Schulen bereits eine Selbstverständlichkeit ist?

Am Ende bleibt es Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, dass die Schulen mit ihren Aufgaben nicht überfordert und notwendige Gelder bereitgestellt werden, anstatt wieder jahrelang neue Diskussionsketten zu starten.

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