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Schulpolitik: Lehren aus Corona ziehen

Bildbeschreibung: Eine leeres Klassenzimmer.
Foto: © Ivan Aleksic

Die FDP-Fraktion tritt dafür ein, Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen und daraus Impulse für die Schule der Zukunft abzuleiten. Die Krise dürfe nicht zu einer fundamentalen Chancen-Krise für Kinder und Jugendliche werden, das Schuljahr solle nicht verloren sein. Dafür tritt die FDP-Fraktion in einem Antrag Drucksache: 19/20554 ein.

Die Abgeordneten fordern, eine White-List (Positiv-Liste) qualitativ hochwertiger, zum Teil durch Nutzung durch die Länder qualitätsgeprüfter Online-Anbieter zusammenzustellen und mit entsprechenden qualitätsgeprüften Online-Anbietern Rahmenverträge abzuschließen. Aus denen sollen die Schulen unkompliziert die besten Angebote für sich auswählen können. Ferner sollen Vorschriften in der Bund-Länder-Vereinbarung "DigitalPakt Schule" benannt werden, die bis Ende des Jahres 2021 vorübergehend nicht angewendet werden müssen und es soll kurzfristig einen Digitalpakt 2.0 beschlossen werden, damit neben der angeschafften Technik und Infrastruktur auch digitale Lehr- und Lernmethoden sowie IT-Koordinatoren dauerhaft und nachhaltig Einzug in Deutschlands Schulen halten. Ferner sollen gemeinsam mit Wissenschaft und Schulpraxis bundesweite Mindeststandards für eine exzellente Lehrerausbildung festgelegt werden, die eine gute Balance zwischen fachwissenschaftlicher und pädagogischer Bildung schaffen.

Viele Eltern machen seit Monaten Homeoffice und müssen, zusätzlich Homeschooling machen. Dieses ist für die Kinder und Eltern sehr belastend, stellt eine neue Studie fest. Die bundesweite Studie Homeschooling 2020 der Universität Koblenz-Landa

Dabei sind die Studien Ergebnisse erdrückend, so heißt es in der Studie: Knapp ein Viertel der Eltern gibt an, dass sie die Beziehung zu ihrem Kind durch das Homeschooling als belastet ansehen. Nicht ganz die Hälfte der Eltern (48,1 Prozent) gibt an, dass die Aufgabenübermittlung durch die Lehrkräfte für sie in keinem erkennbaren Rhythmus stattfindet. 75,7 Prozent der Eltern gibt an, dass ihr Kind sehr oder ziemlich unter dem Wegfall von Freizeitmöglichkeiten während der Covi-19-Pandemie leidet.

Nadine Schön, die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilt zu einer neuen bundesweiten Studie der Universität Koblenz-Landau über das Homeschooling in Deutschland mit:

„Die Studie untermauert, was wir in der Corona-Krise selbst erlebt haben: Die digitale Bildung steckt noch in den Kinderschuhen. Mangels Alternativen nur Hausaufgaben per Mail rumzuschicken, ist keine digitale Bildung, sondern lädt die Verantwortung für das begleitete Lernen bei den Eltern - meist den Müttern - ab. Lehrkräfte waren vielfach nicht darauf vorbereitet und wurden alleine gelassen. Daher brauchen wir jetzt ganz schnell neue Konzepte und vor allem eine Verbesserung der technischen Infrastruktur. Die Länder müssen Tempo machen und ihren Teil des DigitalPakts erfüllen. Dazu gehört vor allem der Aufbau einer Schulcloud, um den Distanzunterricht technisch besser abzuwickeln, und eine Anpassung der Lehreraus- und Weiterbildung.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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