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Über die Hälfte der Menschen arbeiten wieder in rheinischen Behindertenwerkstätten (WfbM)

Bildbeschreibung: Jemand in einem Rollstuhl.
Foto: © Elevate

Seit Ende Juni haben alle 44 Werkstätten im Rheinland wieder ihre Betriebsstätten für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung geöffnet. Der Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) teilt dazu mit: Zwei Drittel der Werkstattbeschäftigten können dort wieder ihrer Beschäftigung nachgehen. Knapp 30 Prozent werden weiterhin in ihrer häuslichen Umgebung unterstützt – auch durch Werkstatt-Personal. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Abfrage des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) zum Fortschritt bei der Öffnung der Werkstätten für behinderte Menschen nach dem verhängten Betretungsverbot aufgrund der Corona-Pandemie. Die Öffnung erfolgt schrittweise, nach Vorlegen von Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten und in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden.

LVR-Sozialdezernent Dirk Lewandrowski lobt die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Leistungserbringern zur Sicherung der Unterstützung der betroffenen Menschen mit Behinderungen während der Corona-bedingten Werkstattschließungen: „Das Betretungsverbot war zum Schutz vor der Pandemie notwendig. Doch es kam für viele Menschen mit Behinderung einem Berufsverbot gleich. Teilhabe an Arbeit ist ein wesentlicher Beitrag zur Inklusion. Daher bin ich den Werkstätten sehr dankbar, dass sie alle Anstrengungen unternehmen, den Menschen wieder Arbeitsmöglichkeiten zu eröffnen.“ In 16 Werkstätten werden bereits wieder mehr als 80 Prozent der Beschäftigten mit dem Angebot in den Betriebsstätten erreicht.

Bei der Zielgruppe der Menschen mit psychischer Erkrankung sind 83 Prozent der Beschäftigten bereits wieder in ihrer Werkstatt tätig, in der Gruppe der Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung sind es 73 Prozent. Die Rückkehr bereitet vor allem dort größere Schwierigkeiten, wo es um besonders stark eingeschränkte Menschen oder solche mit sehr hohem Unterstützungsbedarf geht. Hier sind die Anforderungen besonders hoch, die Wiederaufnahme der Tätigkeit in der Werkstatt mit den Infektionsschutz-Vorgaben zu verbinden. Knapp ein Zehntel des zur Verfügung stehenden Fachpersonals in den Werkstätten leistet daher noch Unterstützung in der häuslichen Umgebung der Werkstatt-Beschäftigen, etwa in der Wohneinrichtung.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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