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Corona-Test bei Rehamaßnahme

Bildbeschreibung: Frau auf dem Bauch liegend, bei einer medizinischen Therapie
Foto: © Luca Mambelli

Nicht selten stehen bei schweren Erkrankungen Rehamaßnahmen als gesundheitsfördernde Maßnahme an. Innerhalb der Corona-Krise bestehen viele Rehaeinrichtungen auf einen Corona-Test. Ausgehend davon, sollte vermutet werden, dass diese Leistung als Kassenleistung abgerechnet wird. In der Praxis sieht das aber oft anders aus.

Herr B. war genau in dieser Lage. Eine Erkrankung machte eine Rehamaßnahme erforderlich. Die zuständige Krankenkasse wies die Kostenübernahme zurück. Gerade für Menschen die Grundsicherung erhalten, oder nur über ein geringes Einkommen verfügen, ist der Test oft nicht finanzierbar.

Die zuständige Krankenkasse nahm dazu wie folgt Stellung: „Bei einer rein präventiven Testung, wie in dem von Ihnen beschriebenen Fall vor Aufnahme in einer Reha-Einrichtung, können die gesetzlichen Krankenkassen entsprechend der aktuellen Rechtslage die Kosten für einen Test nicht übernehmen. Wir können verstehen, dass für die Betroffenen die derzeit getroffenen gesetzlichen Regelungen zur Kostenübernahme eines Corona-Tests nicht immer zufriedenstellend sind. Aufgrund der Hilfebedürftigkeit des Versicherten könnte ggf. das Amt für Grundsicherung oder Landesamt für Soziales und Versorgung angesprochen werden, ob hier zumindest ein Teil der Kosten erstattet werden kann.“

„Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen entsprechend der Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit die Kosten für einen Corona-Test (PCR-Test) nur bei bestimmten Voraussetzungen übernehmen bzw. erstatten. Beispielsweise wenn entsprechend der Leitlinien des Robert-Koch-Instituts ein Arzt aufgrund einer medizinischen Notwendigkeit den Test veranlasst oder über die Corona-Warn-App ein „Erhöhtes Risiko“ angezeigt wird, können die Kosten für den Test über die GKV-Versichertenkarte abgerechnet werden. Auch kann der Öffentliche Gesundheitsdienst z.B. nach Ausbruch in einer Gemeinschaftseinrichtung (Pflegeheim, Kita, Reha-Einrichtung etc.) die Durchführung eines Tests anordnen. Hier rechnen die Labore die Kosten dann direkt mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab“, teilte die zuständige Krankenkasse mit.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) verwies auf die Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (116 kb) > und teilte mit: „Danach können Personen vor Aufnahme in eine Reha-Einrichtungen auf das Vorliegen einer Corona-Infektion getestet werden, wobei die bei jeweilige epidemiologische Lage vor Ort zu berücksichtigen ist. Die Entscheidung trifft das örtliche Gesundheitsamt.“

Für viele Menschen kann das bedeuten, dass eine Rehamaßnahme nicht durchgeführt werden kann, weil die Kostenbelastung für betroffene Personen nicht finanzierbar ist. Ob hier die zuständigen Sozialhilfeträger oder Gesundheitsamt die Kosten übernimmt, wird sicherlich im Einzelfall zu prüfen sein.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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