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Corona-Impfung für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen müssen unbürokratisch zugänglich werden

Bildbeschreibung: Eine Spritze und daneben liegt eine Nagelschere.
Foto: © Steve Buissinne

Menschen mit einer Demenz gehören laut der aktuellen Impfverordnung zu den Personen, die mit hoher Priorität (Gruppe 2) eine Schutzimpfung gegen Covid-19 erhalten sollen. Vorgesehen ist auch, dass jede erkrankte Person bis zu zwei enge Kontaktpersonen benennen kann, die dann mit gleicher Priorität eine Impfung erhalten können. Unklar ist bisher, wie diese Regelungen in der Praxis umgesetzt werden. Eine schnelle und unbürokratische Regelung ist dringend erforderlich.

Rund zwei Drittel aller Demenzerkrankten leben zu Hause und werden von Angehörigen versorgt. Aufgrund der Pandemie sind viele Unterstützungsangebote ausgefallen und Angehörige noch stärker durch die Pflege belastet als es ohnehin der Fall ist. Die Hoffnung, durch eine Impfung zumindest das Risiko einer Corona-Infektion zu mindern, ist bei vielen groß. Herauszufinden, auf welchem Weg die Erkrankten einen Zugang zur Impfung erhalten, ist derzeit jedoch mit großen Hürden verbunden.

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Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung können sich Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung in die Gruppe mit hoher Priorität zählen, vom Hausarzt ein Attest geben lassen. Bei den Hausärzten selbst scheint diese Regelung aber weitestgehend unbekannt zu sein bzw. fehlt es an einer Umsetzung auf Landesebene. „Was wir jetzt brauchen, sind unkomplizierte Verfahren und klare Formulierungen, um Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen den Zugang zu einer Impfung zu ermöglichen", insistiert Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

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Auch die formale Vorgabe, wie sich entsprechende Kontaktpersonen als diese ausweisen können, ist nicht geklärt. Und dies, obwohl in einigen Bundesländern bereits Berechtigte der zweiten Stufe zur Impfung eingeladen werden. Hinzu kommt, dass die Anmeldung zur Impfung, die sich in jedem Bundesland unterscheidet, per Internet oder über eine Hotline mit Sprachcomputer, für Erkrankte ohne Unterstützung kaum zu leisten ist.

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Die Gefahr ist groß, dass auf diesem mühsamen Weg ein großer Teil derjenigen aufgibt, die sich jetzt bereitwillig impfen ließen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft fordert daher schnelle und unbürokratische Lösungen, um die Impfung Menschen zugänglich zu machen, für die dieser Schutz besonders wichtig ist.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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