EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenmagazin.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen. Pflege-news Nachrichtendienst zur Behindertenpolitik

Richtige Ernährung für Kinder

Bildbeschreibung: Ein Mädchen das eine Wassermelone isst.
Foto: © Jill Wellington

Die Art der Ernährung hat großen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Daher bezögen die gesundheitliche Aufklärung und die Gesundheitsförderung den Aspekt der Ernährung als wichtigen Beitrag zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil immer mit ein, heißt es in der Antwort Drucksache: 19/22360 der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage Drucksache: 19/21950 der Grünen-Fraktion.

In der Antwort 19/22360 heißt es:

Bereits im Jahr 2000 hat das Bundessozialgericht entschieden, dass Ernährungstherapie ein Heilmittel ist. Allerdings hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) im Jahr 2017 nur für wenige und in der Inzidenz geringe Erkrankungen die ambulante Ernährungstherapie als Heilmittel in den Heilmittelkatalog aufgenommen. Nur für diese recht geringe Anzahl an Patienten kann ambulante Ernährungstherapie entsprechend mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

Die Bundesregierung misst seit Jahren dem Thema Ernährung eine große Bedeutung bei. Dies zeigt sich im präventivem Bereich bspw. durch den Nationalen Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Grundsätzlich handelt es sich bei Diabetes mellitus sowie Adipositas um multikausale Geschehen, die mit vielen Faktoren assoziiert werden. Das bedeutet, auf ihre Entstehung und den Krankheitsverlauf wirken genetische, psychosoziale, verhaltensbezogene sowie umweltbedingte Einflussfaktoren. Ernährung ist dabei ein wichtiger Aspekt des Lebensstils, der daher sowohl bei der Gesundheitsförderung und Prävention als auch bei der Behandlung dieser Erkrankungen berücksichtigt werden sollte.

Fragen an die Bundesregierung aus der Drucksache: 19/22360:

Hat die Bundesregierung Kenntnisse darüber, dass ernährungstherapeutische Interventionen den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten verbessern und auf lange Sicht Kosten sparen, und wenn ja, wie sollen diese Erkenntnisse in der Versorgung umgesetzt werden?

Der Einfluss von Ernährung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie die Er-haltung der Gesundheit und Wohlbefinden von Menschen jeden Alters ist unbestritten. Daher beziehen Maßnahmen der allgemeinen gesundheitlichen Aufklärung und Gesundheitsförderung den Aspekt der Ernährung als wichtigen Beitrag zu einem gesundheitsförderlichen Lebensstil immer mit ein. Ernährungstherapeutische Interventionen beziehen sich dagegen auf die Behandlung von Risikofaktoren und Krankheiten wie z. B. Übergewicht und Adipositas oder nicht übertragbare Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder HerzKreislauf-Erkrankungen.

Der Einfluss, den Ernährung bei den jeweiligen Erkrankungen und auch bei den einzelnen Personen hat, kann erheblich variieren. Eine generelle Einschätzung, in welchem Umfang eine ernährungstherapeutische Interventionen den Gesundheitszustand und das Wohlbefinden verbessert und Kosten senkt, ist daher nicht möglich. Im Übrigen wäre die Bewertung von Erkenntnissen über den Gesundheitszustand verbessernde ernährungstherapeutische Interventionen Aufgabe der wissenschaftlichen Fachwelt oder – sofern es um eine Aufnahme in die Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung geht – des Gemeinsamen Bundesausschusses.

In wie vielen Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen sowie Arztpraxen gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung ernährungstherapeutische Teams?

Für die Verpflegung im Krankenhaus sind die Kliniken im Rahmen ihrer Organisationshoheit selbst verantwortlich. Dies betrifft auch den Einsatz von sogenannten Ernährungstherapeutischen Teams. In wie vielen Krankenhäusern derartige Teams eingesetzt werden, ist der Bundesregierung nicht bekannt. Gleiches gilt für die Rehabilitationseinrichtungen.

Abonnieren Sie unseren Newsletter*

* Mit den Abonnoment des Newsletters, akzeptieren Sie unsere Datenschutzrichtlinie

Abonnieren sie uns auf Google-News

Welche Studien wurden nach Kenntnis der Bundesregierung zur Evidenz im Hinblick auf die Wirksamkeit von Ernährungsberatung und Ernährungstherapie bei bestimmten Krankheitsbildern in Deutschland durchgeführt (bitte die Autorinnen und Autoren bzw. die durchführende Forschungseinrichtung sowie das Jahres der Veröffentlichung angeben)?

Durch die multikausale Genese der lebensstilmitbedingten Risikofaktoren wie Adipositas oder Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 ist die Einschätzung des Beitrags von Ernährungsberatung und -therapie als einzelnen Faktors der Behandlung schwierig. Allgemeine, ausschließlich in Deutschland durchgeführte Studien zur Wirksamkeit von Ernährungsberatung und -therapie bei Adipositas und Diabetes in Deutschland sind dem BMG nicht bekannt. Internationale systematische Übersichtsarbeiten von randomisierten kontrollierten Studien zeigen jedoch bspw. in Bezug aufs Gewichtsmanagement im Rahmen der Adipositastherapie, dass eine Kombination aus Ernährungsumstellung, vermehrter Bewegung und Verhaltenstherapie zur Gewichtsreduktion effektiver ist als eine Therapie mit nur einer Behandlungskomponente. So ist die mittlere Gewichtsabnahme durch körperliche Aktivität plus Ernährungstherapie größer als Reduktionskost allein.

Im Rahmen der Heilmittelversorgung seien Therapeuten zur Behandlung seltener angeborener Stoffwechselerkrankungen und der Mukoviszidose zugelassen. Diätassistenten, Ernährungswissenschaftler und Oecotrophologen seien auch in der primären Prävention und Gesundheitsförderung tätig.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



Kurznachrichten

Coronavirus

Aktuelle Nachrichten

weitere Nachrichten

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen



0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank