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Warten seit Jahren auf Einführung der Notruf-App

Bildbeschreibung: Jens Beeck im Deutschen Bundestag
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Einen klassischen Notruf an Feuerwehr und Polizei abzusetzen, ist für die meisten Menschen etwas selbstverständliches. Für Menschen mit bestimmten Behinderungen, kann das allerdings zu einer Herausforderung werden. Zwar gibt es bereits Dienste im Web, die es ermöglichen über ein Smartphone auch per Gebärdensprachdolmetscher einen Notruf abzusetzen, doch dafür ist es erforderlich, dass Internet verfügbar ist. Eine Herausforderung, wenn man sich in einigen Bereichen aufhält und selbst Großsstädte wie Hamburg oder Berlin, haben mit der Verfügbarkeit von moblien Internet ein Problem.

Es gibt zwar Smartphone Apps, die auch ohne mobiles Internet einen Notruf an Polizei, Feuerwehr oder eine ausgewählte Hilfsperson/Hilfseinrichtung absetzen können, trotzdem strebt die Bundesregierung seit Jahren eine eigene App.

„Seit Jahren warten viele Betroffene auf die Einführung der Notruf-App. Doch anstatt sich aktiv um ein beschleunigtes Verfahren zu kümmern, drückt sich die Bundesregierung auch auf vielfache Nachfrage vor ihrer Verantwortung für Menschen mit Behinderungen“, so der teilhabepolitische Sprecher der FDPBundestagsfraktion Jens Beeck. In ihrer Kleinen Anfrage (Drs. 19/23328) hatte die FDP-Fraktion den Umsetzungsstand der Notruf-App erfragt. In ihrer Antwort verweist die Bundesregierung unter anderem auf die Länderverantwortung bei der Einführung der App. „Inzwischen dauert die Einführung so lange, dass selbst Strafzahlungen aufgrund des Verfehlens europäischer Vorgaben nicht mehr ausgeschlossen sind. Das ist ein Armutszeugnis“, so der FDP-Sozialexperte abschließend.

Mit allen Anstrengungen für Apps und der Selbstverständlichkeit das jeder ein Smartphone besitzt, geht die Bundesregierung allerdings einen waghalsigen Schritt. Nicht jeder Mensch besitzt ein Smartphone. Manche Menschen halten das standardisierte Handy und die Möglichkeit die SMS Technologie zu nutzen, für ausreichend. Darum ist es aktuell in vielen Regionen auch möglich, per SMS einen Notruf auszulösen.

Generell das Internet als Kommunikationstechnik für Notrufe zu verwenden, sollte hinterfragt werden, denn wie auch andere Erfahrungen zeigen recht der Bagger um ein Haushalt in den "Offline-Modus" zu bringen und dann ist jeder internetbasierende Kommunikation unmöglich. Für Notrufe wäre die Regierung gut beraten, keine internetbasierende Technologien einzusetzen um auch bei stärkeren Netzausfällen die Notrrufmöglichkeit aufrecht zu erhalten.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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