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Merkel: Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen

Bildbeschreibung: Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem heutigen Videopodcast
Foto: BKA | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Vor der am Montag geplanten Ministerkonferenz in der eine Zwischenbilanz zur aktuellen Corona-Lage gezogen werden soll, hat sich die Bundeskanzlerin, Angela Merkel (CDU), per Videopodcast, an die Bevölkerung gewannt. "Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen", betonte die Kanzlerin.

Merkel will unter dem Titel „Die Bundeskanzlerin im Gespräch“ eine reihe von Bürgerdialogen führen. In den Dialogen soll es darum gehen, wie sich Ausbildung, Pflegesituation, Polizeidienst oder Studium infolge der Corona-Pandemie verändert haben.

Merkel sagte: "Die Pandemie macht das Leben in Heimen und Einrichtungen einsamer und die Arbeitsbedingungen für die Pflegekräfte noch belastender. Schutz vor der Gefahr des Virus ist notwendig, aber die Antwort soll auch nicht einfach Abschottung heißen. Viele Heime und Einrichtungen haben da in den letzten Monaten mit großem Einsatz Wege gefunden, dass Besuche doch möglich waren. Ich bin gespannt, was meine Gesprächspartner mir darüber berichten, wie sie das in diesen Wochen handhaben.

Pflegeheime und Krankenhäuser werden in großer Zahl die neuen Antigen-Schnelltests nutzen können. Das sieht die neue Testverordnung vor, die im Oktober in Kraft getreten ist. So sollen Patienten und Besucher, das Pflegepersonal sowie Ärztinnen und Ärzte besser geschützt werden. Denn die Schnelltests bieten die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen.

Und wenn wir in der Phase sind, dass wir gegen Corona impfen können, wird dieser Gruppe auch Priorität zukommen. Sobald zuverlässige Impfstoffe vorliegen, können sich diejenigen, die für die Versorgung von Kranken und Betreuungsbedürftigen zuständig sind, zügig impfen lassen. Das gilt auch für Risikogruppen, also auch für Pflegebedürftige.

Darüber hinaus wollen wir den Pflegeberuf grundsätzlich attraktiver machen. Wir müssen erreichen, dass sich mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden. Dafür hat die Bundesregierung schon einiges getan. Wir haben die Pflegeausbildung so reformiert, dass kein Schulgeld mehr gezahlt werden muss und die Auszubildenden eine Vergütung erhalten. Außerdem haben wir branchenweit verbindliche Mindestlöhne in der Altenpflege eingeführt und den Urlaubsanspruch verbessert. Beschäftigte in der Alten- und Krankenpflege erhalten für ihre besondere Leistungen in den vergangenen Monaten eine so genannte Corona-Prämie als ein Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit. Und wir arbeiten weiter daran, mehr Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen."


© Bundeskanzleramt

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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