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Ohne Pflegevollversicherung droht weiterer Exodus der beruflich Pflegenden

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Gustavo Fring

Die Linksfraktion fordert die Einführung einer solidarischen Pflegevollversicherung. Derzeit finanzierten Menschen mit Pflegebedarf in einem Pflegeheim bis zu drei Viertel ihrer Heimkosten selbst, heißt es in einem Antrag Drucksache: 19/24448 der Fraktion.

Für pflegende Angehörige, mit fast vier Millionen Menschen die größte Gruppe der Pflegenden, fehlen nicht nur soziale Sicherungsleistungen. Teilstationäre professionelle Pflegeangebote, die die Familien tatsächlich entlasten, fehlen bundesweit.

Die Abgeordneten fordern ein Sofortprogramm zur Verbesserung der Einnahmesituation der Pflegeversicherung, das unter anderem die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung auf 15.000 Euro pro Monat vorsieht. Die Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen müssten auf 450 Euro gesenkt und gedeckelt werden bis zur Einführung einer Pflegevollversicherung 2025.

"Auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Zuzahlungen zu den Investitionskosten wüchsen rasant. Die Warnungen sind offenbar immer noch nicht beim Gesundheitsminister angekommen: Wir brauchen schnelle und spürbare Verbesserungen. Die durch die Pandemie noch einmal gesteigerte Arbeitsbelastung haben 81 Prozent der Pflegenden nur durch den Rückhalt bei Angehörigen und Freunden überstanden, bei 61 Prozent haben diese Beziehungen aber durch die Arbeitsbelastung gelitten. Damit geht ihnen ihre letzte Quelle für Kraft und Motivation verloren.

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Die Abgeordneten fordern ein Sofortprogramm zur Verbesserung der Einnahmesituation der Pflegeversicherung, das unter anderem die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung auf 15.000 Euro pro Monat vorsieht. Die Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen müssten auf 450 Euro gesenkt und gedeckelt werden bis zur Einführung einer Pflegevollversicherung 2025.

Ohne finanzreformerische Schritte Richtung Pflegevollversicherung, durch die deutlich mehr und deutlich besser bezahltes Personal solide finanzierbar wird, werden sehr wahrscheinlich noch mehr Pflegende ihren Beruf verlassen“, erklärt Pia Zimmermann von den Linken mit Blick auf die am Mittwoch veröffentlichte Covid-19-Pflegestudie der Diakonie. Die Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Am 24. November hat Prof. Dr. Thomas Fischer aus Dresden auf dem ‚Digitalen Pflegefachtag‘ verschiedener Katholischer Organisationen auf seine aktuellen Forschungsergebnisse hingewiesen. Aufgrund der Belastungen erklärten viele Pflegekräfte, dass sie im Interesse der zu Pflegenden die Coronazeit noch durchhalten, nach dem Ende der Pandemie aber den Beruf verlassen werden, sofern es nicht unmittelbar bevorstehende spürbare Verbesserungen geben wird.“

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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