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Merkel: - Impfungen über Jahre hinweg nötig - keine neue Priorisierung

Bildbeschreibung: Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel
Foto: BKA | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Im gestrigen Impfgipfel betonte die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, "dass wir bis Ende des dritten Quartals jedem Bürger ein Impfangebot machen können“, könne „aufrecht erhalten werden“. Seitens der Bundesländer gab es bereits vor dem Impfgipfel die Forderung nach einem nationalen Impfplan. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, diesen umzusetzen. Der Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sah darin einen riesen Fortschritt. "Das Impfen ist ein großer Teil für den Weg aus der Pandemie", betonte Merkel. Dabei stellt Merkel klar, dass die Regierung jedem Bürger in Deutschland bis zum Sommer ein Impfangebot machen werde. "Wir können diese Aussage aufrechterhalten", so Merkel.

Merkel warb um Verständnis für das bisherige Tempo. "Der Weg sei an einigen Stellen langsamer gewesen", betonte die Kanzlerin, „aber ich finde, es gibt auch gute Gründe dafür, dass er langsamer war.“

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Das langsame Impftempo begründet die Kanzlerin damit, dass im Vergleich zu anderen Ländern, die Produktionskapazitäten im Vergleich zu den USA, begrenzt seien. Die EU habe lange über Haftungsfragen verhandelt und sich nicht für Notzulassungen von Impfstoffen entschieden. „Aus guten Gründen: Es geht hier nämlich auch um Vertrauen.“

In einer Randbemerkung erwähnte die Kanzlerin, "dass man die Impfpriorisierungen" nicht ändern werde und sich an die Empfehlungen des Robert-Koch-Institut (RKI) halten will. Gerade für Menschen mit Behinderungen, wird es, obwohl der Impfstoff von AstraZeneca nur für Altersgruppen von 18 bis 65 Jahre verimpft werden soll, somit keine neue Priorisierungen geben.

Allerdings wies die Bundeskanzlerin auch darauf hin, dass Impfungen noch über Jahre nötig sein könnten. „Es kann sein, dass wir noch viele Jahre impfen müssen. So ähnlich wie beim Grippeimpfstoff, wo man jedes Mal die neue Mutation des Virus wieder verimpft“. Sie fügte hinzu: „Wenn sich dieses Virus weiter verändert, haben wir noch ein Problem“. „Wenn zum Beispiel eine Mutante auftritt, auf die der Impfstoff nicht wirkt, dann fangen wir wieder von vorne an.“

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In der Bundespressekonferenz wurde betont, "dass derzeit weltweit verschiedene Virusvarianten nachgewiesen werden, für die sowohl die Auswirkungen auf die Ausbreitung von SARS-CoV-2 als auch die Wirksamkeit von Impfungen eingehend untersucht werden. Im Fokus stehen vor allem die Varianten, die sich in Großbritannien, in Südafrika und in Brasilien verbreiten. Alle drei Varianten wurden mittlerweile auch in Deutschland nachgewiesen. Die Genomsequenzierung wurde daher in Deutschland stark ausgeweitet. Das wissen Sie. Das Robert-Koch-Institut beobachtet die Ausbreitung der neuen, noch ansteckenderen Varianten des Virus mit Sorge. Immer mehr Fälle und auch Ausbrüche durch diese Varianten werden dem RKI gemeldet. Unser Ziel muss es sein, die Verbreitung der neuen Mutanten in Deutschland so weit wie möglich einzudämmen. Daher muss es auch weiterhin darum gehen, die Infektionszahlen weiter zu senken. Denn je niedriger die Fallzahlen sind, desto besser werden wir auch die Ausbreitung der neuen Virusmutationen hemmen können."

Bis zum 23. Februar, so wurde verabredet, soll die Regierung über die Liefermengen des Impfstoffherstellers BioNTech, auskunft erhalten.

In der gestrigen Sitzung des Corona-Kabinets war ein Thema, die Förderung der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln zur COVID-19-Therapie. "Neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind sichere und wirksame Arzneimittel gegen SARS-CoV-2 entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können.

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Darüber hinaus hat sich das Kabinett nochmals intensiv mit der Lage in den Alten- und Pflegeheimen beschäftigt. Essenziell für den Schutz aller, auch der Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen, ist es, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken. Vulnerable Gruppen können nicht losgelöst von der übrigen Gesellschaft geschützt werden. Gleichzeitig waren und sind gezielte Maßnahmen zu ihrem Schutz aufgrund des deutlich erhöhten Risikos für einen schweren Verlauf bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen zweifelsohne sinnvoll und nötig, übrigens von Beginn an. Ich darf ein paar Stichworte nennen, etwa einrichtungsbezogene Test- und Hygienekonzepte, Bereitstellung von Schutzausrüstung und Antigenschnelltests, Übernahme von Material- und Personalkosten sowie zusätzliche Unterstützung bei Testungen durch Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten und freiwillige Helfer.

Das Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass mittlerweile 3100 Soldaten in Pflegeheimen aktiv sind und dort unterstützen und dass nahezu die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte tatsächlich um Hilfe nachgesucht hat, die auch innerhalb von 48 Stunden gewährt werden kann. Jede Einrichtung, die Hilfe benötigt, kann sich nach wie vor an die Bundeswehr wenden und dann relativ zügig Hilfskräfte bekommen.", teilte ein Regierungssprecher gestern mit.

Autor: kro / © EU-Schwerbehinderung



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