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Digitaler Bürgerdialog mit der Bundeskanzlerin: Caritas macht auf Herausforderung von behinderten Angehörigen aufmerksam

Bildbeschreibung: Die Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Foto: © kk I EU-Schwerbehinderung

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag bei Digitalen Bürger Dialog den Eltern und Kindern ihr Mitgefühl für die Belastungen während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Dabei waren 14 Mütter und Väter im Gespräch mit der die ihrer Sorgen, aber auch Vorschläge mit der Kanzlerin besprochen haben.

Familien hätten derzeit "schon eine Menge auszuhalten", sagte Merkel am beim digitalen Bürgerdialog mit Eltern aus ganz Deutschland. "Wir arbeiten daran, dass diese Zeit möglichst schnell vorbei geht", versicherte die Bundeskanzlerin mit Hinblick auf die weitreichenden Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

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Zudem bekräftigte Merkel ihrer Haltung, dass bei einer Entspannung der Pandemie zuerst die Kitas und Schulen wieder geöffnet werden sollten. So hoffe Sie, „dass das keine endlose Zeit mehr ist, sondern dass man da auch Licht am Ende des Tunnels sieht". Es gehe hier nun hoffentlich um "die letzten Wochen". Voraussetzung sei allerdings, dass "das mutierte Virus uns nicht zu viel Ärger macht".

Dabei gehe es allerdings auch darum, "dass wir nicht nochmal die Schulen aufmachen und dann wieder zumachen", betonte Merkel. Die Schließungen sollten "lieber drei Tage länger" dauern, um danach mehr Stabilität zu haben.

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Im Vorfeld des Bürgerdialogs hat der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e. V. (CBP) im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gefordert weitergehende Unterstützung von Familien, in denen Menschen mit Behinderung leben.

"Die pflegenden Angehörigen sind der größte Pflegedienst Deutschlands, werden bei der Priorisierung der Covid-19-Schutzimpfung jedoch stetig vergessen. Das hat zur Folge, dass sich professionelle ambulante Pflegedienste prioritär impfen lassen können, Familien mit Angehörigen von Risikogruppen jedoch nicht. Ihnen stehen daher weitere Monate der gesellschaftlichen Isolation bevor, da das momentan der einzige Weg ist, eine Infektion mit Covid-19 in ihrer Familie zu verhindern," erklärt Johannes Magin, 1. Vorsitzender des CBP.

Auch wenn die Ständige Impfkommission Härtefallregelungen für Menschen empfiehlt, die drohen, aufgrund ihrer Behinderungen an einer Covid-19-Infektion zu sterben, ist bisher nicht vorgesehen, dass eine solche Regelung in die Impfverordnung aufgenommen wird. Ohnehin können nicht alle Familien neben der Pflege ihrer Angehörigen die nötigen Ressourcen dafür aufbringen, eine Impfung durch eine Einzelfallentscheidungen zu erhalten. Die ungleiche Verteilung des Impfstoffes wird weiterhin verstärkt.

Der CBP fordert überdies erneut einen Rechtsanspruch auf Assistenz im Krankenhaus für Menschen mit Behinderungen und verbindliche Regelungen für dort assistierende Angehörige. Viele Menschen mit Behinderungen reagieren auf eine Krankenhausumgebung verstärkt mit Angst, können sich oft nicht verständlich artikulieren oder zeigen aufgrund ihrer Behinderung andere Reaktionen auf Schmerz und Behandlungsversuche.

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"Vertraute Bezugspersonen können die Signale ihrer Angehörigen besser deuten, sie dem medizinischen und pflegendem Personal im Krankenhaus erklären und dafür sorgen, dass die Behandlung stattfinden kann und toleriert wird. Aus unserer Erfahrung erbringen sie daneben wichtige pflegerische Leistungen, für die das Pflegepersonal teilweise schlicht keine Zeit oder nicht die nötigen Kenntnisse hat. Allerdings gibt es keine Entschädigung für den Verdienstausfall Assistierender Angehöriger," macht Gerold Abrahamczik, Sprecher des Beirats der Angehörigen im CBP deutlich. Gerade während der Pandemie, den damit verbundenen Besuchsverboten in Krankenhäusern und der auf manche beängstigend wirkenden Bekleidung des Krankenhauspersonals wird deutlich, wie dringend Menschen mit Behinderungen auf eine solche Begleitung angewiesen sind.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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