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Verbot der Plastikstrohhalme. Auswirkungen für Menschen mit Behinderung?

Bildbeschreibung: Auf dem Bild sind viele Strohhalme zu sehen.

Europa will Strohhalme verbieten, doch mit welchen Auswirkungen in der Pflege oder gar für Menschen mit Behinderung? Zumindest gab es erst einmal einen Aufschrei vieler Menschen, als dieses geplante Verbot bekannt wurde. Ob in der Pflege oder bei Menschen mit Behinderungen im Oberkörperbereich, der Strohhalm ist einfach unverzichtbar. Da ist es sehr verwunderlich, dass die meisten Kritiker des Verbotes, dieses Thema komplett ignorieren. Scheint beinahe, als ob Menschen mit Behinderung und die von ihnen benötigten Hilfsmittel in der Öffentlichkeit, kaum Präsenz haben.

Warum der Strohhalm für betroffene Personen unverzichtbar ist, lässt sich ziemlich einfach darstellen. Personen, die bspw. mit ihren Oberarmen eingeschränkt sind, ist der Strohhalm der Retter um ohne fremde Hilfe an das ersehnte und Getränk zu kommen. Das trinken wichtig ist, ist uns aus der letzten Hitzeperiode wieder einmal bewusst geworden. Aber auch in Pflegeeinrichtungen oder in der häuslichen Pflege, kann der Strohhalm der Retter sein, wenn es darum geht, pflegebedürftige Personen mit Flüssigkeit zu versorgen, da der Strohhalm oftmals der einzige Weg ist, dass die betroffenen Personen noch selbstständig trinken können. Nun ist aber vorbei damit, wenn die Absichten der EU umgesetzt werden?

Natürlich gibt es zum Plastikstrohhalm Alternativen.

Glas: kaum praktikabel und als starres Objet nicht für anpassbar, damit diese von Menschen mit Behinderungen im Oberkörperbereich, genutzt werden können. Zudem stellt Glas eine zusätzliche Verletzungsgefahr dar.
Metall: Metall mag zwar stabiler wie Glas sein, aber es fehlt die Flexibilität, da nicht knick bar.
Bambus: Bambus ist zwar eine natürliche Alternative und kostengünstig, aber wirklich knicken lässt sich dieser auch nicht.
Papier: Wäre als Alternative durchaus denkbar, doch schon ein leichter Biss am Strohhalm, macht diesen eher unbrauchbar und zudem weicht Papier schnell durch. 

Scheint also so zu sein, als ob betroffene Personen, die auf die Nutzung der Trinkstrohhalme angewiesen sind, in Zukunft verdursten dürfen. Aber keine Panik, denn es gibt in der Tat eine sinnvolle Alternative. Strohhalme, die aus Biokunststoff PLA (Mais und Milchsäure) hergestellt werden. Zwar ist der Begriff "Biokunststoff" nicht geschützt, sondern ein Biokunststoff muss, unabhängig von der Rohstoffbasis, nur nachweislich biologisch abbaubar und kompostierbar sein. Damit wäre mit dem Strohhalm aus Biokunststoff das erfüllt, was seitens der EU beabsichtigt ist. Eine Entlastung der Umwelt. 

 

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Eigentlich gibt es bis heute keine sinnvolle Lösung/Alternative für die handelsüblichen Plastikstrohhalme. Strohhalme aus Biokunststoff haben nämlich u.A. folgende Nachteile: Allergierisiko, Erstickungsgefahr, nicht mit heißen Getränken zu...

Eigentlich gibt es bis heute keine sinnvolle Lösung/Alternative für die handelsüblichen Plastikstrohhalme. Strohhalme aus Biokunststoff haben nämlich u.A. folgende Nachteile: Allergierisiko, Erstickungsgefahr, nicht mit heißen Getränken zu verwenden und auch nicht haltbar (lösen sich mit der Zeit auf).

Je nach Behinderung hat man vielleicht kein Bedürfnis für knickbare Halme oder man kann harte Strohhalme leicht verwenden (weil man keinen weichen Gaumen hat oder niemals von Krampfanfällen überrascht wird). Daher können sicherlich manche auf Silikon, Glas, Metall, Papier, Acryl, Pasta, Reis oder Bambus umsteigen - aber eben nicht alle.

Nun könnte man sich die Frage stellen: Dürfen Umwelterwägungen über die Belange von Menschen mit Behinderungen gestellt werden? Aber wenn man sich diese Frage tatsächlich stellt, hat man fast Ansätze zu Euthanasie-Gedankengut. Daher ist die Antwort einfach: Nein, Menschen mit Behinderungen haben Priorität.

Und die Lösung ist auch einfach: Plastikstrohhalme machen einen Minimalprozentsatz an dem Plastik aus, das unsere Weltmeere verschmutzt. Also sollten sich Regierungen, EU und sämtliche Kommissionen und Unternehmen besser damit beschäftigen, dass das Plastik verschwindet, das wirklich unnötig ist und auch einen großen Teil des Mülls ausmacht. Aber warum sollte man gegen Unternehmen vorgehen, wenn sich die Menschen mit Behinderungen doch viel schlechter wehren können?

Es ist einfach traurig.

https://www.youtube.com/watch?v=4IBH0pcKzlY (deutsche Untertitel)

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