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Der große Schlagabtausch - Kritik an Äußerungen von Laschet

Bildbeschreibung: Kanzlerkandidat Armin Laschet
Foto: kk | © 2021 EU-Schwerbehinderung

Es ist nichts ungewöhnliches, dass es in einem Wahlkampf immer wieder zu kontroversen Diskussionen zwischen den einzelnen Parteien kommt. Allerdings ist in diesem Jahr die Unions-Angst um den Verlust des Kanzleramtes, besonders deutlich zu spüren. So behauptet der Kanzlerkandidat der CDU/CSU, Armin Laschet, "In all den Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte standen Sozialdemokraten immer auf der falschen Seite - in der Wirtschafts- und Finanzpolitik." (dpa) Generalsekretär Lars Klingbeil sprach von einer Schmutzkampagne. Aus der CDU wurden die Attacken zurückgewiesen und in einen Zusammenhang mit Desinformation gestellt.

Wie die dpa berichtete, setzte Laschet seine Rede mit den Worten fort: "Es war immer das Gleiche, egal wann: Wenn eine Krise da war, dachten Sozialdemokraten: Wir müssen Schulden machen, wir müssen Steuern erhöhen, und wir müssen den Leuten möglichst viel vorschreiben."

Das es damit zu einen verbalen Schlagabtausch kommt, war zu erwarten. Lars Klingbeil (SPD) konterte auf einer Wahlveranstaltung, "Was ich diese Woche erlebt habe, war der traurige Höhepunkt einer Schmutzkampagne, die ich von der Union nicht erwartet hätte." Generalsekretär, Paul Ziemiak reagierte auf Twitter "@ArminLaschet: "In allen Entscheidungen der Nachkriegsgeschichte standen Sozialdemokraten immer auf der falschen Seite - in der Wirtschafts- und Finanzpolitik." Ich bin mir sicher, dass @larsklingbeil versehentlich den Ausschnitt verkürzte. Sonst wäre es gezielte Desinformation."

Der Kanzlerkandidat der SPD, Olaf Scholz, erinnerte die CDU in seiner Reaktion noch einmal daran, dass "Manche Leute haben vielleicht keine tiefe Verankerung in der Geschichte, aber die SPD ist die Partei der Demokratie und die Partei, die dafür gekämpft hat, dass Deutschland einen guten Platz in Europa hat".

Selbst Hubertus Heil (SPD), Arbeitsminister, reagierte mit scharfen Worten: "Man muss in der Demokratie andere Meinungen aushalten. Aber den Beitrag der Sozialdemokratie zum Aufbau unseres Landes und dem Erfolg unserer Demokratie zu leugnen, wie Herr Laschet es tut, ist nicht nur geschichtsvergessen sondern unanständig und würdelos."

Für viele Betrachter scheint es tatsächlich so, dass die Union hier nur noch mit eher unsachlichen Worten versucht, ihre eigenes politisches Versagen zu überblenden, denn schließlich waren SPD und CDU gemeinsame Regierungsparteien und somit auch gemeinsam verantwortlich.

Allerdings zeichnet sich zwischen den Parteien durchaus ab, dass offensichtlich die CDU sehr wirtschaftsorientiert an die Fragestellungen heran geht und dabei oft die sozialpolitischen Aspekte vergisst zu berücksichtigen, denn auch Wirtschaft kann nur dann funktionieren, wenn es den Menschen in einem Land gut geht.

Wer also am Ende der Sieger sein wird, ist immer noch offen. Werden es diesmal sozialpolitische Fragen sein, die die Menschen mehr bewegen? Also Themen in denen es auch darum geht, dass es den Menschen allgemein wieder besser geht, der Wohlstand sich wieder mehr in die Mitte verlagert? Oder werden es die wirtschaftlichen Aspekte sein?

Zu all diesen Fragen wird das TV-Triell am heutigen Abend, welches in der ARD oder im ZDF gesendet wird, vielleicht hierzu Antworten geben. Zumindest kann so ein Triell zeigen, wer der Kanzlerkandidaten am Ende auch die charakterliche Eignung zur Kanzlerin oder zum Kanzler hat.

Autor: kro / © EU-Schwerbehinderung



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