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Bricht das Gesundheitssystem in Deutschland zusammen?

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein Arztkittel zu sehen

Ein modernes und reiches Land sollte eigentlich mit einem funktionierenden Gesundheitssystem ausgestattet sein. So sollte man glauben, gerade wenn der Blick auf Deutschland gerichtet wird, welches innerhalb der EU als reiches Land anzusehen ist. Real scheint das aber nicht zu stimmen. Gerade wenn Umstände dazu führen, in eine andere Stadt zu ziehen, kann es bei der Suche nach einem neuen Allgemeinmediziner (Hausarzt) zu Problemen kommen, wie ein uns vorliegender Fall zeigt.

In diesem Fall war der Umzug nach Hamburg erforderlich. Die betroffene Person, Pflegegrad 4, führte bei dieser Person zu einem bitteren Erwachen. Es war nicht möglich, einen neuen Hausarzt, der sich binnen 15- 30 Minuten erreichen lässt, zu finden. Selbst die Patientenberatung der Ärztekammer konnte nur mit einer Liste verfügbarer Ärzte trumpfen. Ärzte, die bereits die Aufnahme neuer Patienten verweigerten. Als die Krankenkasse mit der Arztsuche beauftragt wurde, war selbst dieser es nicht möglich, einen Allgemeinmediziner in nächster Nähe zu finden. Für diesen Patienten ist somit die notwendige Medikamentenversorgung nicht mehr sichergestellt. Es werden zwar "Notfälle" immer behandelt, aber gesetzliche Grundlagen zur Patientenaufnahme in Arztpraxen gibt es nicht. Die Gründe dafür sind durchaus nachvollziehbar, wenn eine Arztpraxis die Aufnahme eines nicht- Notfallpatienten verweigert, denn auch eine Arztpraxis ist bemüht die Stammpatienten mit möglichst kurzen Vorlaufzeiten zu terminieren.  

Besonders deutlich wird diese Situation, wenn die Überweisung an einen Facharzt erfolgt und selbst dieser mit Terminvorlaufzeiten von 4- 6 Wochen agieren muss. Noch kritischer wird es bei der Suche nach Psychotherapeuten. Hier sind Wartezeiten von 8 - 12 Monaten keine Seltenheit, dass obwohl die hilfesuchenden Patienten oft Soforthilfe benötigen. 

Andere Länder, wie beispielsweise Spanien, sind besser aufgestellt, denn dort gibt es ein staatliches Gesundheitssystem, welches jeden versicherten Patienten die Möglichkeit gibt, in staatlichen Gesundheitszentren einen Hausarzt zu bekommen.

Aber auch in der Notfallversorgung wird es in Deutschland immer kritischer. Gerade Patienten mit multiplen Erkrankungen haben es schwer, in den Notaufnahmen so behandelt zu werden, dass alle multiplen Erkrankungen berücksichtigt werden können, wie uns ebenfalls ein uns vorliegender Fall gezeigt hat. Gerade durch die Privatisierung solcher Einrichtungen, wird Gesundheit immer mehr zu einem Wirtschaftsfaktor. Ärzte müssen mit "Pauschalzeiten" ihre Patienten behandeln. Das kann gerade dann problematisch werden, wenn Patienten mit Erkrankungen einen Arzt aufsuchen, die unter Umständen multiple Ursachen haben können.

Die Politik wird das Problem alleine nicht lösen können. Dabei wird es Zeit, dass Deutschland wieder zu einem gut funktionierenden Gesundheitssystem zurück findet.

 

 

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