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„Einsamkeit macht krank“: Sozialminister für Einsamkeitsgipfel

Bildbeschreibung: Eine Seniorin mit einer Mundmaske.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die Sozialministerinnen und -minister der Länder haben aufgrund der massiven Corona-Einschränkungen durch die Pandemie einen nationalen „Einsamkeitsgipfel“ gefordert. So würden die Einschränkungen oft Isolation bewirken, und das Gefühl des Alleinseins und der Einsamkeit mache den Menschen sehr zu schaffen, sagte Bremens Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Donnerstag.

„Einsamkeit macht krank.“ Dabei hatte er verwiesen unter anderem auf die Lage von Kindern und Jugendlichen, jedoch auch auf Situationen in Pflegeheimen und Krankenhäusern. „Es sind sehr viele Menschen einsam gestorben ohne Angehörige.“ Im Krankenhaus krank zu liegen und keinen Besuch bekommen zu dürfen, sei zudem für Menschen im Genesungsprozess nicht zuträglich. „Wir brauchen vernünftige, menschengerechte und würdevolle Lösungen.“

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt ausdrücklich, dass das Thema Einsamkeit so stärker in den politischen Fokus gerückt werden soll.

SoVD-Präsident Adolf Bauer: „Bereits vor einem Jahr hatten wir mit unserem Einsamkeitsgutachten auf soziale Isolation und soziale Exklusion verschiedener Bevölkerungsgruppen aufmerksam gemacht. Schon vor der Corona-Pandemie waren mehr als vier Millionen Deutsche meist oder sehr oft einsam. Jeder fünfte Mensch fühlt sich gesellschaftlich nicht mehr zugehörig.“

In der Pandemie müssen Hygiene- und Schutzkonzepte bundesweit konsequent eingefordert, umgesetzt und kontrolliert werden, um besonders vulnerable Personengruppen vor einer Virus-Erkrankung zu schützen. „Gleichzeitig müssen konkrete Maßnahmen greifen, die Vereinsamung und Isolation entgegenwirken. Dazu sind aus unserer Sicht vor allem aufsuchende Hilfen und zugehende Angebote zu stärken – nicht zuletzt für Menschen, die im häuslichen Umfeld Unterstützung benötigen. Weil auch junge Menschen während der Corona-Krise besonders unter Einsamkeit leiden, müssen sie auch besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung erhalten“, ergänzt Adolf Bauer. Der SoVD hat dafür konkrete Handlungsperspektiven vorgelegt, insbesondere für inklusive Bildung, Arbeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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