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Mehr Frauen als Männer in Ausbildung zur Pflegefachkraft

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

In Deutschland ist seit 2020 eine Ausbildung im neuen Beruf der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns möglich. Es liegen nun erstmals Ausbildungszahlen vor. Zum Jahresende 2020 waren insgesamt 53 610 Frauen und Männer in der Ausbildung zur Pflegefachkraft, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Mit der Einführung soll unter anderem die Arbeit in der Pflege attraktiver gemacht und so dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnet werden. Gut drei Viertel der Auszubildenden waren Frauen (40 602).

Die Ausbildungen in der Kranken-, Alten- und Kinderpflege wurden 2020 zu einer neuen generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt. Dadurch soll der Wechsel zwischen Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege erleichtert und den Pflegefachkräften ein breiteres Tätigkeitsfeld eröffnet werden. Im Gegensatz zu den Vorläuferausbildungen erhalten Auszubildende zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann eine Ausbildungsvergütung.

Nicht nur junge Menschen wählen eine Ausbildung in der Pflege: 6 Prozent beziehungsweise 3 582 Auszubildende zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann waren bei Ausbildungsbeginn bereits 40 Jahre oder älter, weitere 11 Prozent beziehungsweise 5 910 waren zwischen 30 und 39 Jahre alt.

Insgesamt 57 294 Ausbildungsverträge wurden 2020 abgeschlossen. 3 681 Verträge (6,4 Prozent) wurden bis zum Jahresende bereits wieder gelöst. So bedeutet dieses nicht, dass die betreffenden Personen ihre Ausbildung abgebrochen haben: So mündet ein Teil der vorzeitigen Vertragslösungen in einen neuen Vertrag bei einem anderen Ausbildungsbetrieb.

Bereits 2019 Bundesministerin Dr. Franziska Giffey die dazu gehörige bundesweite Informations- und Öffentlichkeitskampagne „Mach Karriere als Mensch!“ gestartet. Diese begleitet den Beginn der neuen Pflegeausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz.

Ministerin Giffey: „Pflege ist ein Zukunftsberuf. Die neue Ausbildung hat viele Vorteile und Chancen. Darauf wollen wir mit der Kampagne aufmerksam machen. Die Motive sind modern und auffällig und sollen vor allem Jugendliche erreichen, die gerade in der Berufsorientierungsphase sind. Ansprechen wollen wir aber genauso Menschen mit dem Wunsch nach beruflicher Neuorientierung. Durch das neue Pflegeberufegesetz wird der Pflegeberuf noch attraktiver: Endlich wird das Schulgeld abgeschafft und überall in Deutschland eine angemessene Ausbildungsvergütung sichergestellt. Mit der generalistischen Ausbildung können die Fachkräfte dann in allen Pflegebereichen von der Kinderkrankenpflege bis zur Altenpflege arbeiten. Und wer will, kann die Ausbildung als Studium absolvieren. Dafür wollen wir jetzt Menschen begeistern und gewinnen. Unser Ziel ist, die Zahl der Pflege-Azubis in fünf Jahren um zehn Prozent zu steigern.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung

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