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Bereitschaft zur Altersvorsorge steigt wieder

Bildbeschreibung: Ein ältere Frau und ein älter Mann.
Foto: © Daniel Bernard

Nachdem im ersten Jahr der Pandemie die Bereitschaft beziehungsweise Fähigkeit, für das Alter vorzusorgen, spürbar eingebrochen war, deutete sich 2021 wieder ein Trendwechsel an. Das zeigt der DIA-Deutschland-Trend Vorsorge, der jeweils am Ende eines Jahres von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) erhoben wird.

So gaben 31 Prozent an, dass sie bislang nicht ausreichend vorgesorgt haben, aber in den kommenden zwölf Monaten weitere Rücklagen anlegen möchten. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um sechs Prozentpunkte. 2020 war die Vorsorgebereitschaft auf den tiefsten Stand der letzten fünf Jahre eingebrochen. Spiegelbildlich verlief die Entwicklung in der Gruppe jener, die zwar ebenfalls eine unzureichende Vorsorge feststellen, aber dagegen nichts unternehmen wollen beziehungsweise können. Ihr Anteil war 2020 sprunghaft auf 47 Prozent angestiegen. Im vergangenen Jahr pegelte sich der Wert mit 41 Prozent wieder auf Vor-Pandemie-Niveau ein.

„Nachdem in den Monaten kurz nach dem Ausbruch der Pandemie mit Lockdown, Kurzarbeit und Auftragseinbrüchen bei vielen Selbstständigen enorme Unsicherheit herrschte, unter der auch die Altersvorsorge litt, pegelte sich die Stimmung offenkundig wieder ein. Unter Umständen schärfte die Krise das Bewusstsein für die Vorsorge“, erklärte DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. „Eine andere Befragung des DIA, die gerade ausgewertet wird, zeigt, dass finanzielle Rücklagen durch die Corona-Pandemie für viele eine größere Bedeutung gewonnen haben.“

Der Anteil der Befragten, die ihre Vorsorge für ausreichend halten, macht zwar nur ein Drittel aus, blieb allerdings auf diesem Niveau in den zurückliegenden drei Jahren weitgehend konstant. Ihnen stehen zwei Drittel mit unzureichender Vorsorge gegenüber. Das spiegelt sich auch in den Erwartungen an den Lebensstandard im Alter wider. So glauben 62 Prozent, dass sie diesen mehr oder weniger stark absenken müssen.

Die repräsentative Befragung, die INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) durchführte, fand im Zeitraum vom 10. bis zum 13. Dezember 2021 statt. Daran nahmen 1.014 erwerbsfähige Personen aus Deutschland im Alter zwischen 18 Jahren und 64 Jahren teil. Die ausführlichen Umfrageergebnisse stehen hier zur Verfügung.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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