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Zuzahlungen für Pflegeheimbewohner erneut gestiegen

Bildbeschreibung: Jemand mit einem Rollator.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Für Pflegeheim-Bewohnerinnen und -Bewohner steigen die Zuzahlungen weiter an. So lagen Sie zu Beginn des Jahres mit 2.179 Euro im Bundesdurchschnitt um 111 Euro höher als Anfang 2021, wie der Verband der Ersatzkassen (vdek) am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Dabei setzt sich die Summe aus Zuzahlungen zur Pflege (912 Euro), für Unterkunft und Verpflegung (801 Euro) sowie für die Investitionskosten der Heimbetreiber (466 Euro) zusammen. Es sind gegenüber zum Vorjahr alle drei Posten gestiegen, mit 81 Euro ist am stärksten die Zuzahlungen zur Pflege gestiegen.

Zudem seien die großen regionalen Unterschiede nach den Daten des Ersatzkassen-Verbandes unverändert. Am günstigsten ist es, in Sachsen-Anhalt, im Durchschnitt mit einer Zuzahlung von 1.588 Euro im Monat, in Nordrhein-Westfalen sind es dagegen durchschnittlich 2.542 Euro. So wurden in Baden-Württemberg und dem Saarland ebenfalls jeweils mehr als 2.500 Euro verlangt. Danach kommt Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit durchschnittlich knapp 1.700 beziehungsweise gut 1.800 Euro Zuzahlung pro Monat.

Die in der „kleinen Pflegereform“ vorgesehenen Zusatzausgaben in der SPV seien zudem nicht ausreichend gegenfinanziert. Allein die aktuelle Entlastung bei den Eigenanteilen kostet jedes Jahr drei Milliarden Euro: Eine Milliarde Euro ist durch den neuen Steuerzuschuss abgedeckt, zwei Milliarden dagegen im Jahr 2022 noch offen. Hinzu kommt die stetig steigende Zahl an Leistungsempfängern. Auch die Anhebung der Beitragssätze für Kinderlose um 0,1 Prozent ab dem 1.1.2022 werde nicht ausreichen, um das Defizit zu decken.

In der letzten Legislaturperiode haben die stetig steigenden Eigenanteile die Politik auf den Plan gerufen. Die Pflegekassen übernehmen seit Jahresbeginn fünf bis 70 Prozent. Dabei steigt der Anteil, je länger ein Mensch im Heim versorgt wird. Das Ziel sei es die die Sozialhilfekassen zu entlasten, die dann einspringen, wenn die Pflegeheimbewohner/innen das Geld nicht selbst aufbringen können. Nur einen Teil der Kosten für die Pflege übernimmt die Pflegeversicherung.

Dabei fordert der ehrenamtliche Vorsitzende des Ersatzkassenverbandes, Uwe Klemens, die neue Bundesregierung auf, die Eigenanteile der Heimbewohner im Blick zu behalten. Zudem könnte zufolge von Experten die Entlastungen schon nächstes Jahr von den steigenden Kosten wieder aufgezehrt werden, warnte er.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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