Herzlich Willkommen

EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenportal.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente 
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen.

 

 

 

EM-Rente - Und jetzt?

Viele kennen den Leidensweg. Irgend ein Ereignis, führt einen in eine nicht vorhersehbare Krankheit. Gesichert ist man durch Krankengeld. Damit fängt eine Zeit an, in der man die Krankheit auskurieren kann. Doch in der Praxis geht das nicht immer so glimpflich ab und die nächsten Schritte, wie Übergangsgeld und der Antrag auf EM-Rente folgen. Dabei gibt es von der Rentenkasse einen schönen Grundsatz: "Reha vor Rente". Dieser Grundsatz ist gut, denn er soll betroffene vor der Erwerbsminderung retten. Leider ist das nicht immer möglich und die Reha stellt maximal eine Hilfestellung da, wie man mit der Erkrankung den Alltag meistern kann. Selbst zu dem Genuss der Reha, kommt aber nicht jeder. Beispielsweise, wenn nicht einmal eine Reha Fähigkeit gegeben ist. Was folgt: EM-Rente.

Mit der EM-Rente verlieren aber viele Menschen den Boden unter den Füßen, denn plötzlich gewinnen betroffene eine Freizeit, die irgendwie gefüllt werden muss. Wer ein Hobby hat, dieses trotz Erkrankung noch ausführen kann, behält vielleicht ein wenig Lebensinhalt. Vielen fehlt aber selbst das, oder die Krankheit verbietet die Ausübung des Hobbys. Zudem passiert es nicht selten, das betroffene in eine soziale Isolation fallen, da die Ursache, welche zur Erwerbsminderung führte, die Personen selbst daran hindern. Hinzu können auch noch finanzielle Probleme kommen, denn nicht immer reicht die EM-Rente aus um einen Grundlebensstandard zu halten. In solchen Fällen ist die Aufstockung durch Leistungen nach dem SGB XII, also der Gang zum Sozialamt, unausweichlich. Für betroffene keine schöne Situation.

In einem solchen Fall drohen leider für die Menschen viele Gefahren. Vereinsamung oder gar Depressionen drohen. Im schlimmsten Fall kommt es zum Drogenmissbrauch (Alkohol etc.)
Darum ist es für diese Menschen enorm wichtig, dass sie trotz Krankheit, ein Leben führen können, was ihnen Sinn gibt. Oft können dabei Selbsthilfegruppen unterstützen, aber auch der gute Kontakt zu Familie und Freunden. Für manche ist es hilfreich, sich einfach nur ehrenamtlich zu engagieren. Es gibt viele Möglichkeiten.

Aus diesen genannten Gründen ist es für diese Menschen wichtig, dass die Gesellschaft nicht einfach wegschaut, sondern sich auch mit den Themen, wenn auch nicht immer selbst betroffen, befasst. Denn wir dürfen nie vergessen: Es kann jeden treffen.  

Kommentare (0)

Rated 0 out of 5 based on 0 voters
Bisher wurden hier noch keine Kommentare veröffentlicht

Einen Kommentar verfassen

  1. Posting comment as a guest. Sign up or login to your account.
Rate this post:
Anhänge (0 / 3)
Deinen Standort teilen
0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank