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DGB kritisiert Renteneintrittsalter

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau und neben ihr ist ein Pfleil der nach oben zeigt mit Zahlen 70, 75, 80, 85, 90, 95, 100.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die Deutschen Arbeitgeber fordern ein höheres Renteneintrittsalter, umso die steigenden Kosten zu finanzieren. Schon seit längerer Zeit steht dieses im Fokus, gerade in der letzten Zeit haben sich vermehrt die Arbeitgeber für ein höheres Renteneintrittsalter ausgesprochen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Vorschläge der Arbeitgeber zur Entlastung von Betrieben bei den Sozialabgaben scharf zurückgewiesen.

„Ein höheres Renteneintrittsalter ist völlig inakzeptabel. Das wäre de facto eine Rentenkürzung für die Menschen, die einer stark belastenden Tätigkeit nachgehen. Denn wer härter arbeitet, stirbt früher.“, sagte DGB-Vorstand Anja Piel in einer Pressemitteilung. „Außerdem verpufft der Finanzierungseffekt eines heraufgesetzten Rentenalters in kürzester Zeit. Viel nachhaltiger ist es, weiterhin für eine hohe Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung, insbesondere der Frauen und Migranten und Migrantinnen, zu sorgen. Dafür stehen Politik und Wirtschaft in der Verantwortung.“

Zuvor hatte eine von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) eingesetzte Kommission zur Zukunft der Sozialversicherung empfohlen, dass die Bürger länger arbeiten sollten, umso die Betriebe bei den Sozialabgaben zu entlasten und die Beiträge stabil zu halten. Eine konsequenten Reform müsse eingeleitet werden, dass die Beitragsbelastung dauerhaft unter 40 Prozent bleibe, heißt es in dem am 13 August vorgestellten Bericht.

Dabei empfiehlt die Kommission im Bericht, dass die Regelaltersgrenze für den Renteneinstieg ab 2031 weiter heraufgesetzt wird. An die Jahre steigender Lebenserwartung soll diese automatisch gekoppelt werden. Wenn die Lebenserwartung um ein Jahr steigt, sollen die Menschen ein Dreivierteljahr länger arbeiten. Zudem soll wer vorzeitig in Rente geht, höhere Abschläge in Kauf nehmen müssen als bis lang – wer freiwillig länger arbeitet soll höhere Zuschläge bekommen.

Vor steigenden Sozialabgaben waren seit längerem die Wirtschaftsverbände. So summieren sich derzeit die Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung auf rund 40 Prozent des Bruttolohns. Dabei werden sie je Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt.

Anja Piel teilt zudem mit: Abzulehnen ist zudem die Beschränkung der freien Arztwahl; nichts anderes steckt nämlich hinter den von den Arbeitgebern geforderten Selektivverträgen zwischen Krankenkassen und Ärzten. Der ebenfalls geforderte Nachhaltigkeitsfaktor in der Pflegeversicherung heißt im Klartext, dass immer mehr Lasten aus der Pflege von den Menschen privat getragen werden sollen. Pflege wird damit für große Teile der älteren Beschäftigten zum Armutsrisiko Nr. 1.

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Solidarität muss auch nach der Krise gelten:

Weil es in Zukunft um eine gerechtere Verteilung der Lasten gehen muss, sollten Arbeitgeber und Kapitaleigner mehr in das System einzahlen, als sie es heute tun. Staatshilfen kassieren und die Kosten dafür nach unten weiterreichen, das macht unsere Gesellschaft kaputt und belastet die zukünftigen Generationen."

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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