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Stu­die: Gesetzliche Rente reicht nicht

Bildbeschreibung: Eine ältere Frau die auf einer Bank sitzt.
Foto: © Udo Voigt

Die Menschen in wirtschaftsstarker Regionen müssen deutlich mehr sparen als die in einkommensschwächeren Gegenden, um ihren regionalen Vorsorgebedarf zu decken. Dieses zeigt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die GDV teilt mit: Bundesweit am höchsten ist die Belastung demnach für Hamburger: Ein 40-Jähriger dort muss rund 5,8 Prozent seines Einkommens beiseitelegen, um im Alter ausreichend abgesichert zu sein. Dahinter folgen Stuttgarter und Münchner mit einer Spar-Belastungsquote von je 5,7 Prozent.

Die Hauptstadt Berlin folgt danach mit 4,9 Prozent, Baden-Württemberg und Bayern mit 4,6 Prozent. Am anderen Ende liegen Niedersachsen mit 4,1 Prozent und Nordrhein-Westfallen und Saarland bei 4,0 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 4,3 Prozent.

Bildbeschreibung: Das Bild zeigt ein Balkendiagramm mit dem Titel: "Teure Metropolen- Durchschnittliche Sparbelastungsquote in den Bundesländern in ProzentFoto: © Prognos

Der Lebensstandard sei inzwischen ohne eine Private Vorsorge nirgends zu halten: „In keiner Region reicht die gesetzliche Rente aus“, betont GDV-Geschäftsführer Peter Schwark. Daher sei es wichtig, möglichst früh mit dem Sparen anzufangen, um vom Zinseszinseffekt zu profitieren, und die Sparbeträge regelmäßig an das steigende Einkommen anzupassen. „Die staatliche Riester-Förderung mitnehmen, auch das ist wichtig – gerade im Niedrigzinsumfeld“, so Schwark.

Für die Berechnung des Vorsorgebedarfs hat das Institut eines 40-jährigen Eckrentners 55 Prozent des letzten regionalen Einkommens zum Rentenbeginn im Jahr 2047 als Zielgröße definiert. Aufgrund der bis dahin ungleichen wirtschaftlichen Dynamik und Lohnentwicklung ergeben sich für die 401 Kreise unterschiedliche Rentenniveaus von 43 bis 46,6 Prozent. Um die Spar-Belastungsquote zu ermitteln, wurden die regionalen Sparraten ins Verhältnis zum jeweiligen, kaufkraftbereinigten Einkommen gesetzt.

Der Hauptgrund für das Gefälle sei das regional unterschiedliche Preisniveau. „Menschen in wirtschaftsstarken Regionen verdienen zwar mehr und haben höhere Renten. Um aber ihren Lebensstandard im Alter sichern zu können, müssen sie schon in absoluten Beträgen mehr sparen als Bewohner in ländlichen Regionen“, sagt Heiko Burret, Studienleiter von Prognos. Der Mehraufwand gehe noch einher mit höheren Lebenshaltungskosten, insbesondere für das Wohnen. „Gemessen an der Kaufkraft ihrer Einkommen schlagen die monatlichen Sparbeträge bei Stadtbewohnern daher meist stärker zu Buche.“

Der Sozialverband VdK fordert ein Rentenniveau von mindestens 50 Prozent. Um den Lebensstandard im Ruhestand zu halten, müssen Rheinland-Pfälzer durchschnittlich 4,2 Prozent ihres Einkommens sparen. Das hat eine Regionalstudie des Wirtschaftsforschungsinstituts "Prognos" ergeben.

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„Wir brauchen ein Rentenniveau von mindestens 50 Prozent!“, forderte VdK-Landesverbandsvorsitzender. „Besserverdiener haben keine Probleme, 4,2 Prozent ihres Lohns zu sparen. Aber was ist mit den vielen Menschen, die wenig verdienen? Eine alleinstehende Frisörin hat monatlich 1.229 Euro zum Leben und kann keine 52 Euro zurücklegen – sie braucht jeden Cent. Bleibt das Rentenniveau niedrig, ist die Altersarmut vorprogrammiert. Es wird Zeit, dass die Politik handelt!“

Die "Prognos"-Studie ist eine Modellrechnung, ausgehend von einem „Mustermenschen“ mit lückenloser Erwerbsbiografie: Er ist im Jahr 1980 geboren, arbeitet 47 Jahre ohne Unterbrechung und legt davon 41 Jahre Geld für die private Altersvorsorge zurück. Als Durchschnittsverdiener gehört er zum oberen Drittel aller Lohnempfänger, ist damit quasi ein Besserverdiener. Trotzdem reicht die spätere Rente nicht, um den Lebensstandard zu halten.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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