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Grundrente. Was erwartet uns da?

Bidlbeschreibung: Gebäude des BMAS in Berlin.
Kaum gibt es eine Einigung im Rentenpaket, schwirrt ein neuer Begriff durch das Netz. Die "Grundrente". Wir haben nachgefragt und uns einmal genauer mit dem Thema befasst.

Natürlich ist die Grundrente nichts neues, sondern Bestandteil des Koalitionsvertrages zwischen SPD und CDU. Laut Koalitionsvertrag soll die Grundrente zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs liegen und ist für Menschen bestimmt,
die jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen und Angehörige gepflegt haben. Die Grundrente soll dabei für bestehende und zukünftige Rentner gelten. Die Voraussetzung zum Bezug der Grundrente ist eine Bedürftigkeitsprüfung entsprechend der Grundsicherung.
Dabei soll das ganze über die Rentenversicherung abgewickelt werden, die in dem Zusammenhang mit den Grundsicherungsämtern (Sozialämtern) zusammenarbeiten soll. Eine weitere Voraussetzung für einen Anspruch, sollen 35 Jahre Beitragszeiten sein.
Ein weiterer Aspekt: Die Grundrente soll nicht dazu führen, dass selbst genutztes Wohnungseigentum, aufgegeben werden muss. Wie die genaue Ausgestaltung der Grundrente aber am Ende aussehen wird, bleibt noch abzuwarten.
Leider konnte uns das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) noch nicht mehr Antworten geben, da die genaue Ausgestaltung noch offen ist.
 
Ist Grundrente nun wirklich die Lösung? Für Menschen mit Erwerbsminderung wohl kaum, denn diese werden nur in seltenen Fällen die 35 Jahre Beitragszeit erfüllt haben. Zudem kann die Grundrente am Ende auch dazu führen, dass noch weniger im Portemonnaie bleibt, als für Menschen, die zusätzlich Leistungen nach dem SGB XII erhalten.
Der Grund ist relativ einfach. Mit der Aussage "zehn Prozent oberhalb des Grundsicherungsbedarfs" fallen diese Menschen plötzlich aus der Befreiung von Rundfunkgebühren raus. Auch andere Leistungen, wie bspw. Vergünstigungen im öffentlichem Nahverkehr könnten gefährdet sein, bieten viele Gemeinden und Städte, diese Vergünstigungen nur SGB XII und SGB II Leistungsempfängern an.
 
Da aber die Ausgestaltung noch offen ist, dürfen wir abwarten, denn das hier die öffentliche Meinungen und sowie die "Bedenken" von den Sozialverbänden wirklich Einfluss haben wird, wie auch aus dem verabschiedeten Rentenpaket zu erkennen ist, darf man bezweifeln.
Vielleicht müssen wir uns aber daran gewöhnen, dass "Bedenken" seitens Vereine und Verbände eben nicht mehr ausreichen um auf Probleme zu diesem Thema aufmerksam zu machen. Russland und auch Spanien, hat es geschafft, dass die Menschen wegen der Rentenpolitik von ihrem Demonstrationsrecht gebrauch machen. In Deutschland scheint es hingegen eher utopisch zu sein, mit Massendemos seinen Protest zu zeigen. Wer sollte diese auch organisieren.
Wir bleiben am Thema dran und werden bei Neuigkeiten weiter informieren.
 

 

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